Der verunfallte Pkw

┬ę REUTERS/HEINZ-PETER BADER

Wien
03/18/2016

Mann im Donaukanal ertrunken: Zeugin wollte helfen

Eine Frau versuchte, nach dem Unfall die Scheibe mit dem Stein einzuschlagen.

Einen Tag nach dem dramatischen Verkehrsunfall, bei dem der 73-j├Ąhrige Franz K. in einem Leihwagen im Donaukanal ertrank, liegt der Polizei die Aussagen aller Zeugen vor. Demnach wollte eine Augenzeugin dem pensionierten TU-Professor noch helfen.

Sie rannte die B├Âschung zum Donaukanal hinunter und griff nach einem gro├čen Stein. Damit versuchte sie vergeblich, die Scheibe des Mercedes einzuschlagen. Im Inneren des Autos k├Ąmpfte Franz K. gegen das Wasser. Danach verfolgten die Zeugin und der Lenker des Lkw, der Franz K. aufgefahren war, den abtreibenden Wagen noch am Ufer, bis er schlie├člich unterging. Die Unfallursache wird noch ermittelt; vermutlich hatte K. aber versucht, in dem Automatik-Leihwagen zu kuppeln und war dabei irrt├╝mlich auf die Bremse getreten.

Der 73-j├Ąhrige Franz K. war mit einem Leihwagen mit Automatik-Schaltung unterwegs. Er d├╝rfte einen Fahrfehler begangen haben. Das Auto hatte er als ├ťbergangsl├Âsung vom H├Ąndler bekommen. Er wollte ein neues Fahrzeug kaufen, das noch nicht da war.

Der Mercedes ├╝berrollte ein einbetoniertes Stra├čenschild und steuerte danach in den Donaukanal. Zur├╝ck am Unfallort blieb nur das umgeknickte Verkehrszeichen und das Nummernschild des Unfalllenkers mit M├Âdlinger Kennzeichen.

Das riesige Polizei- und Feuerwehr-Aufgebot vor Ort brauchte Stunden, um das Auto zu finden. Die schlechten Bedingungen in dem rund vier Meter tiefen Wasser machten es aber lange unm├Âglich, den Pkw und den toten Insassen aus dem Fluss zu ziehen. Es gelang den Tauchern n├Ąmlich nicht, das Bergeseil am Pkw zu fixieren. Am Donnerstag gegen 17 Uhr wurde der Wagen schlie├člich an Land gezogen.

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