Undens Praxis ist längst geschlossen

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Chronik | Wien
07/27/2016

Nach Asylanten-Sager: Arzt erhielt Berufsverbot

Ärztekammer entzieht Mediziner Berufsberechtigung

Mit der Ankündigung "keine Asylanten zu behandeln" sorgte der Wiener Mediziner Thomas Unden zu Beginn des Jahres für Aufregung. Dazu gab es markige Sprüche des Arztes auf seiner Facebook-Seite. Etwa: "Wer die Jugend hat, hat die Zukunft. Das hat schon Hitler gesagt und erkannt". Nun hat die Ärztekammer entschieden: Unden bekommt ein Berufsverbot. Er würde nicht mehr über die erforderliche Vertrauenswürdigkeit verfügen.

Damit hat praktische Arzt aus Strebersdorf allerdings schon gerechnet. Nachdem ihm bereits der Kassenvertrag gekündigt worden war, schloss er seine Praxis im vergangenen Juni und zog nach Kärnten. Wütend ist er trotzdem. Das Berufsverbot und die Streichung aus der Ärzteliste kommentiert er mit einem Vergleich: "Man versucht mich kaltzustellen wie Erdogan seine Regimegegner."