Chronik | Wien
10.01.2018

Mutter mit 21 Messerstichen getötet: "Ich hatte sie trotzdem sehr lieb"

17-Jähriger wird in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen

21 Mal stach Fabian N. auf seine Mutter ein. Als sie röchelte, legte er ihr einen Polster auf das Gesicht. Dann zog er sich einen Umhang an, setzte eine Maske auf und wartete auf die Polizei: Der (heute) 17-Jährige, der am 21. März des Vorjahres in Penzing seine Mutter tötete, muss in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher – rechtskräftig.

Tötungsfantasien beschäftigten den arbeitslosen Burschen schon Monate vor der Tat. "Ich wollte auch andere töten. Ich konnte meine Wut nicht beherrschen", sagt er im Landesgericht Wien. Die Gutachterin attestiert ihm Schizophrenie und weitere Gefährlichkeit. Denn auch in der Justizanstalt Josefstadt hatte er den Wunsch, einen Mithäftling zu töten, als dieser ihm die Schuhe wegnehmen wollte. In der Justizanstalt Gerasdorf erklärte er, wahllos töten zu wollen. "Weil ich mit dieser Situation nicht zufrieden war." Warum er wütend wird? "Einfach so. Oder wenn ich ein Computerspiel verliere."

Am Tag der Tat gab es wieder einmal Streit, weil Fabian lieber Anime-Filme im Internet schaute, als Palatschinken fürs Abendessen zu machen. Die Mutter forderte ihn deshalb auf, seine Sachen zu packen und zum Vater zu gehen. "Ich hatte meine Mutter trotzdem sehr lieb. Auch als ich beschlossen habe, sie zu töten", sagt ihr Sohn.