Nepp mit Ferienwohnun­gen

Geld.
Foto: dpa-Zentralbild/Jens Wolf Mieter legten die Kaution aus

Mutmaßlicher „Wohnungsbetrüger“ gefasst. Die Polizei sucht nun Geschädigte.

Die Annoncen in den Zeitungen waren vielversprechend – „Ferienwohnung zu mieten“, und zwar zu einem Spottpreis. Wer die angegebene Nummer wählte, hatte einen freundlichen Vermieter am Telefon. Prompt folgten die Besichtigungen. Die Mieter entrichteten Akontozahlungen oder legten die Kaution aus.

Doch in allen Fällen kam es anders: Denn als die Schlüsselübergabe über die Bühne gehen sollte, war der Vermieter nicht erreichbar, oder in der Wohnung waren plötzlich andere Mieter.

Die Personen dürften einem notorischen „Wohnungsbetrüger“ auf den Leim gegangen sein, der in Wien und Graz sein Unwesen getrieben haben soll.

Lichtbildveröffentlichung, mutmaßlicher Wohnungsbe… Foto: Polizei WIen Polizei sucht Geschädigte Der Italiener, 52, war laut Polizei gar nie Eigentümer der Wohnungen, sondern hatte sich selbst als Tourist ausgegeben und sie angemietet. Doch anstatt Graz oder Wien zu besichtigen, soll er seit September 2011 die Objekte weitervermietet haben – und zwar mehrfach.

Bis dato haben sich 65 Geschädigte gemeldet. In Summe soll der 52-Jährige 120.000 Euro von ihnen kassiert haben. Der italienische Staatsbürger wurde am 17. Juli in Baden verhaftet. Sein Motiv: Geldmangel.

Für die Polizei ist er ein alter Bekannter: Dieselbe Betrugsmasche soll ihn bereits hinter Gitter gebracht haben. Er verbüßte aber nur fünf Monate, wurde 2011 auf freien Fuß gesetzt und dürfte dort weitergemacht haben, wo er zuvor aufgehört hatte. Geschädigte können sich ans Wiener Landeskriminalamt wenden: 01/31310-62510.

(kurier) Erstellt am
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