Mit dem Farbpinsel das Miteinander fördern

Kunstaktion im Gemeindebau Wildganshof
Foto: KURIER/Gilbert Novy Bewohner und Künstler sind nach getaner Arbeit stolz auf ihr Werk

Künstler brachten Bewohner eines Gemeindebaus beim Bemalen von Bänken zusammen.

Die meisten Bereiche des Wildganshofes, einem Gemeindebau in Wien-Landstraße, sind am frühen Sonntagnachmittag verwaist. Nur vereinzelt sind Bewohner mit ihren Hunden unterwegs. Nicht so im Innenhof, in dem die Büste des Namensgebers des Gemeindebaus – Anton Wildgans – steht: Mit Pinsel und Farbeimern ausgestattet sind Künstler Michael Fuchs und Bewohner gerade dabei, Parkbänke zu bemalen, um den Innenhof des riesigen Gemeindebaus schöner zu machen, wie sie sagen.

Unter dem Motto "Miteinander gestalten, anstatt gegeneinander hetzen" haben Gemeinderat Marcus Schober (SPÖ) und Multitalent Harry Gangl die Kunstaktion initiiert. Begonnen wurde bereits am Samstag. Landtagspräsident Harry Kopietz (SPÖ) und Schauspieler Harald Krassnitzer hatten ebenfalls zum Pinsel gegriffen und Bänke bemalt.

Gemeinschaft

Kunstaktion im Gemeindebau Wildganshof Foto: KURIER/Gilbert Novy Auf die Idee ist Schober nach der Fertigstellung des Spielplatzes gekommen. "Es ist wichtig, in so einem riesigen Bau Aktionen zu setzen, damit die Leute miteinander ins Gespräch kommen. Unter den Mitwirkenden sind auch zwei Arbeit suchende Jugendliche, denen die Aufgabe besonders viel Spaß gemacht hat", sagt Schober. Gemeinsam mit Gangl habe er sich dann zusammengesetzt und so sei die Idee entstanden.

Künstler Michael Fuchs war sofort für die Aktion zu haben, wie er sagt: "Das Bemalen von Bänken ist ein kleines Zeichen für etwas Großes. Durch das gemeinsame Tun kommen die Leute zusammen, reden miteinander und sitzen nicht nur vor dem Computer. Jeder kann zum guten Miteinander beitragen."

Das finden auch die beiden Arbeit suchenden Jugendlichen Marcel Marschall und Alex Artner. "Marcel hat die Bänke repariert und ich habe sie lackiert. Es war sehr cool miteinander zu arbeiten. Und der Hof schaut jetzt viel schöner aus."

Inzwischen kommen immer mehr Bewohner und schauen neugierig, was da passiert. "Ich wohne seit meiner Geburt hier und kann mir keinen schöneren Ort vorstellen. Die Aktion ist etwas ganz Wunderbares. So schön haben wir es hier noch nie gehabt", meint etwa Christine.

(kurier) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?