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Chronik Wien

Messerattacke in U-Bahn-Waggon

Ein Unbekannter rammte in der Linie U3 einem 21-Jährigen ein Messer in die Brust und flüchtete.

12/05/2011, 07:42 AM

Ein Streit im Drogenmilieu ist am Mittwochabend in einem Waggon der Linie U3 eskaliert: Ein Unbekannter rammte einem 21-jährigen Obdachlosen ein Messer in die Brust. Während die Fahndung nach dem Täter läuft, ist das Opfer außer Lebensgefahr.

"Dem Streit war ein Gespräch über die Hunde des Ehepaars vorausgegangen", sagte Adina Mircioane von der Wiener Polizei über den Hergang der Bluttat. Demnach war das spätere Opfer zusammen mit seiner 22-jährigen Frau und zwei Hunden zwischen den Stationen Stubentor und Wien-Mitte unterwegs. "Im Waggon haben sie dann einen Bekannten getroffen und sich mit ihm über die Hunde unterhalten", sagte Mircioane.

Streit

Als der Bekannte - das Ehepaar kennt ihn nur unter dem Spitznamen "Tommy" - dann einen der Hunde ausleihen wollte, entspann sich ein Streit zwischen den Beteiligten. Schließlich zückte der Mann ein Springmesser und stach auf den 21-Jährigen ein. Dieser erlitt eine Stichwunde nahe dem Herzen.

Das Opfer bemerkte die Schwere der Verletzung jedoch erst nach einiger Zeit: "Die drei stiegen noch miteinander aus dem Waggon. Erst da bemerkte der 21-Jährige, dass er stark blutete", sagte Mircioane. Der Täter ergriff sofort die Flucht. Eine Fahndung der Polizei blieb vorerst ohne Ergebnis. Das Videomaterial vom U-Bahnsteig wird von der Polizei noch ausgewertet. Laut Täterbeschreibung soll der Flüchtige Inländer, zwischen 18 und 22 Jahre alt, 1,65 bis 1,70 Meter groß und von molliger Statur sein. Zum Tatzeitpunkt trug der Mann eine weißgraue Jacke und blaue Jeans. Wie das Opfer rechnet die Polizei auch ihn dem Drogenmilieu zu.

Hinweise nimmt das Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 01-31310/62800 entgegen.

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