Chronik | Wien
11.04.2017

Mediziner Unden kämpft gegen Berufsverbot

Der umstrittene Arzt ist mittlerweile in Pension

Der umstrittene Arzt Thomas Unden hat Rückenwind: Wie berichtet, wurde die Anklage wegen Wiederbetätigung zurückgewiesen. Nun will er mit seinem Anwalt Adrian Hollaender auch das verhängte Berufsverbot bekämpfen.

Unden hat einen ungewöhnlichen Platz gewählt, um das Dienstagvormittag zu verkünden: Den Platz vor dem Parlament. "Weil’s passt", sagt er. Eigentlich ist er bereits in Pension. Seine Pläne, auszuwandern und anderswo als Mediziner tätig zu sein, hat er verworfen. Aber, das räumt Unden ein, er hat Zeit. Zeit für "diese Kasperliade".

Damit meint er zum einen die abgewendete Anklage, zum anderen seinen Konflikt mit der Ärztekammer. "Ich bin ja nur der Anlassfall. Aber diese Strukturen im Kammerwesen muss man in die Schranken weisen."

Anwalt Hollaender hat jedenfalls das Berufsverbot seines Mandanten angefochten – sowohl beim Landes- als auch beim Bundesverwaltungsgericht. "Ein Berufsverbot ist eine Sache, über die eigentlich sehr schnell entschieden werden müsste", sagt Hollaender.