Auf den Überwachungsvideo ist der Überfall festgehalten, doch die Räuber waren vermummt

© Birgit Seiser

Wien
03/06/2014

Maskierte machten fette Beute bei Juwelierraub

Schon wieder wurde ein Juwelier überfallen. Mit einem Hammer bewaffnet stürmten die Räuber das Geschäft und räumten die Vitrine leer.

von Birgit Seiser

Tatjana K. steht noch immer unter Schock, als sie am Mittwochnachmittag die Scherben im Geschäft von Juwelier Thurzo aufkehrt. Kurz vorher, um etwa 14 Uhr, hatten zwei vermummte Männer laut schreiend den Schmuckhändler in der Favoritenstraße 115 gestürmt. Mit einem mitgebrachten Hammer zerschmetterten sie die Vitrine und rissen die ausgestellten Schmuckstücke an sich. Währenddessen zwangen die beiden Räuber Tatjana K. und ihre Kollegin, sich auf den Boden zu legen.

Die Bilder der Überwachungskameras zeigen, dass alles sehr schnell ging. So schnell, dass die Angestellten nicht einmal sagen konnten, ob die Männer bewaffnet waren. Obwohl Tatjana K. sofort den Alarmknopf drückte, entkamen die Räuber der Polizei.

Während sich Juniorchef Phillipp Thurzo die Aufnahmen aus den Überwachungskameras ansieht, steht schon fest, dass die Räuber fette Beute gemacht haben. In der eingeschlagenen Vitrine waren hochwertige Schmuckstücke platziert. Wie hoch der Schaden genau ist, kann der junge Juwelier kurz nach dem Überfall noch nicht einschätzen. Es ist aber "viel weggekommen", erzählt er.

Erneut überfallen

Besonders bitter ist für die Juweliere, dass das Geschäft vor nicht einmal vier Monaten schon einmal überfallen wurde. Damals betrat ein Mann mit einem Messer das Geschäft. Beute waren damals einige hundert Euro aus der Kassa und eine Armbanduhr. 2012 wurde Juwelier Thurzos Filiale in der Mariahilfer Straße zum Ziel der berüchtigten "Pink Panther"-Bande. Schaden damals: 100.000 Euro.

Nachdem es in der Vorweihnachtszeit in Wien vermehrt zu Überfällen auf Juweliere gekommen war, ist der Raub vom Mittwoch der vierte in Wien in diesem Jahr.

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