Die neue Fußgängerzone in der Mariahilfer Straße

© b+b orso.pitro

Mariahilfer Straße
12/02/2013

Der Umbau kostet rund 25 Mio. Euro

Vassilakou präsentiert die Details der Berechnung. Die Arbeiten sollen 14 Monate dauern.

von Josef Gebhard

Nach monatelangem Spekulieren ist die Katze aus dem Sack: 25 Millionen Euro wird die endgültige Umgestaltung der Mariahilfer Straße kosten – sofern die Anrainer nicht doch noch dagegenstimmen. Diese Zahl gab Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) am Montag bekannt.

Den Löwenanteil von 22,4 Millionen Euro macht dabei die neue Pflasterung der Gehsteig- und Fahrbahnbereiche auf einer Länge von 1,6 Kilometern zwischen Kaiserstraße und Museumsplatz aus. Denn wie berichtet sollen künftig sämtliche Verkehrsteilnehmer in Fußgänger- und Begegnungszone auf einer Ebene unterwegs sein. Die Fläche, die umgebaut werden soll, umfasst insgesamt rund 39.000 Quadratmeter, das entspricht etwa fünf Fußballfeldern. Konkret wird folgendes verändert:

  • Pflasterung der Fahrbahn- und Gehsteigbereiche
  • Abbruch der bestehenden Fahrbahnkonstruktion
  • Umbau der Entwässerung
  • Errichtung des Blindenleitsystems
  • Anpassung der Verkehrszeichen und Bodenmarkierung
  • Papierkörbe
  • Die Herstellung von etwa 100 neuen Sitzmöbeln
  • Wassertische, Spielgeräte

Mit dem Umbau soll die Einkaufsmeile auch WLAN-tauglich werden. Dabei sei man äußerst kostenbewusst unterwegs, betont man im Büro Vassilakou. Pro Quadratmeter geht man von 641 Euro aus. Die reine Sanierung von Kärntner Straße / Graben habe hingegen 857,1 €/m² gekostet. Möglich werde diese Einsparung, indem unter anderem die alten Pflastersteine teilweise wiederverwendet werden.

Kommen soll das Geld aus dem Budget für Verkehrsangelegenheiten. In die bisherige Umgestaltung (Probebetrieb) wurden übrigens rund 1,1 Mio. Euro investiert.

Befragung im Februar

Die Straße ist seit August bereits Fußgänger- bzw. Begegnungszone. Und so sieht der weitere Fahrplan aus: Ende Februar soll die Befragung der Bewohner im 6. und 7. Bezirk über die Bühne gehen. Noch feilschen Rot und Grün um den genauen Inhalt und Wortlaut der Fragestellungen. Eines scheint sich aber jetzt schon abzuzeichnen: Die Bürger werden auch darüber entscheiden, ob Radfahrer weiterhin die Fußgängerzone benutzen dürfen. „Das ist durchaus realistisch“, sagt SPÖ-Verkehrssprecher Gerhard Kubik. Teurer werden sollte der Umbau nach der Befragung jedenfalls nicht mehr: „Die Wünsche der Bevölkerung im Bürgerbeteiligungsverfahren sind in die bisherige Planung eingeflossen. Daher können keine Zusatzkosten mehr entstehen“, betont Vassilakou.

Baustart im April

Sofern die Anrainer für das Projekt stimmen, sollen laut ihrem Büro im April die Umbauten starten. Sie werden in zwei Etappen von jeweils sieben Monaten erfolgen. Im Herbst 2014 könnte somit der erste Abschnitt, ein Jahr darauf die komplette „Mariahilfer Straße neu“ fertig sein.

Für die Opposition bleiben die 25 Millionen Euro für die Umgestaltung der Einkaufsmeile hingegen ein Fehlinvestment: „Damit kann 100.000 armutsgefährdeten Menschen in Wien ein Heizkostenzuschuss in der Höhe von 250 Euro ausbezahlt werden“, rechnet Wiens ÖVP-Chef Manfred Juraczka vor.

Die geplanten Neuerungen

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