Chronik | Wien
03.01.2012

Marcel: „Habe mir nie Gedanken gemacht“

Marcel ist 20 und schon pleite. So pleite, dass der Niederösterreicher fremde Hilfe braucht, um wieder auf die Beine zu kommen. Sozialarbeiter der Caritas begleiten ihn bei Behördenwegen und unterstützen ihn in finanziellen Fragen. „Vor allem treten sie mir in den Hintern.“

1200 Euro überwies der Chef jeden Monat aufs Konto des Fliesenlegers. „Und ich habe mir sofort überlegt: Was kann ich darum kaufen?“ Marcel fiel immer etwas ein: Ein schnittiges Moped, eine stärkere Festplatte für den Computer, neue PC-Spiele. „Ich habe mir nie Gedanken gemacht.“ Die kamen, als plötzlich der Job weg war – und er auf einem Schuldenberg saß. 700 Euro ist er alleine bei seinem Mobilfunk-Anbieter im Minus. „Mit diesen neuen Handys kann man alles machen. Fernsehen, im Internet surfen, Musik runterladen. Das ist dabei rausgekommen ...“

753 Euro Mindestsicherung. Davon muss er jetzt leben – und seine Schulden zurückzahlen. „Es ist eine Riesen-Umstellung, jeden Cent umdrehen zu müssen.“

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Hintergrund

  • Hintergrund