Chronik | Wien
22.10.2017

Polizeischüler lauerte Ex-Freundin mit Pistole auf, gab Schuss ab

Streit auf offener Straße in Wien-Ottakring eskalierte.

Zu gefährlichen Szenen kam es Samstag gegen 18.15 Uhr in der Herbststraße in Wien-Ottakring. Ein Polizeischüler hatte seiner Ex-Freundin und deren neuen Bekannten aufgelauert, zückte eine Pistole und gab einen Schuss in den Boden ab.

Grund für die Auseinandersetzung war offenbar die zu Ende gegangene Beziehung des 23-Jährigen mit der 21 Jahre alten Frau. Im Zuge des Streits zückte der 23-Jährige eine Pistole und schoss in den Boden, offenbar um zu verdeutlichen, dass mit ihm nicht zu spaßen sei, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Daraufhin kam es zu einem Handgemenge zwischen dem Ex-Freund der Frau und deren neuen Freund, 22 Jahre alt.

Die alarmierten Polizisten nahmen den mutmaßlichen Täter fest und stellten die Pistole sicher. Der Polizeischüler, der sich laut Polizeisprecher im ersten Dienstjahr befunden hat, wurde wegen gefährlicher Drohung und beharrlicher Verfolgung angezeigt. Zudem wurde gegen ihn ein vorläufiges Waffenverbot verhäng und ein dienstrechtliches Verfahren eingeleitet. Der 23-Jährige befindet sich in Haft.

Streit in Wien-Meidling: 32-Jähriger mit Klappmesser verletzt

Ein Tatverdächtiger in Haft - sein Opfer nach einer Messerattacke wollte gar noch flüchten: Mit eigenartigen Szenen endete Samstag gegen 5.15 Uhr Früh ein Polizeieinsatz in der U-Bahn-Station Längenfeldgasse in Wien-Meidling. Die Polizei war gerufen worden, weil dort offenbar zwei Männer heftig stritten. Ein 38-jähriger Tatverdächtiger hatte im Zuge der Auseinandersetzung seinen 32-jährigen Kontrahenten mit einem Klappmesser attackiert und ihm oberflächliche Schnittwunden zugefügt.

Polizisten konnten den mutmaßlichen Täter festnehmen und die Tatwaffe sicherstellen. Während der Amtshandlung versuchte das Opfer zu flüchten, konnte aber nach einigen hundert Metern Flucht angehalten werden. Bei seiner Vernehmung sagte der 32-Jährige, dass er "Angst bekommen hätte, und deshalb geflüchtet sei", wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Messerstecherei in Favoriten: 16-jähriger außer Lebensgefahr

Außer Lebensgefahr befand sich am Sonntag ein 16-jähriger Bursch, der Freitag gegen 22.00 Uhr nach einem Streit in einem Lokal in Wien-Favoriten schwere Messerstichverletzungen erlitten hatte. Dies teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Tatverdächtigen sind weiterhin flüchtig.

Das 16-jährige Opfer war laut Wiener Polizei mit seinem 17-jährigen Cousin in einem Lokal gewesen und dort mit drei unbekannten Männern in Streit geraten. Es ging offenbar um die Bezahlung der Zeche. Vor dem Lokal im Bereich der Favoritenstraße kam es zu einer Rauferei, wobei einer der drei Männer den 16-Jährigen mit einem Messer attackierte und ihm lebensgefährliche Verletzungen im Kopf-, Hals- und Oberkörperbereich zufügte. Die Ermittlungen laufen weiter.