Chronik | Wien
05.12.2011

Mann bei WEGA-Einsatz angeschossen

In Wien-Brigittenau wurde ein mutmaßlicher Einbrecher durch einen Schuss ins Bein verletzt. Er hatte die Polizisten mit Messern bedroht.

Ein Schuss aus einer Glockpistole der Sondereinheit WEGA stoppte Donnerstagvormittag einen höchst auffälligen Wohnungseinbrecher in Wien-Brigittenau. Gegen 9 Uhr hatten Zeugen beobachtet, wie im fünften Stock eines Gemeindebaus in der Denisgasse ein Mann aus einer Wohnung auf den Fenstersims stieg. "Er war ganz schwarz gekleidet und spazierte da droben herum, ohne sich abzustützen", erzählt Anrainer Johann H. Als der Fassadenkletterer mit dem Fuß das Fenster einer Nachbarwohnung eintrat und darin verschwand, riefen die Zeugen die Polizei.

Die erste Patrouille war sehr rasch da. Während die Polizisten noch vor der Wohnungstür standen, marschierte der Fassadenkletterer vor den Augen der Zeugen seelenruhig wieder in die eigene Wohnung zurück und verschloss die Fenster.

Messerattacke

Die ebenfalls gerufene WEGA öffnete beide Wohnungen. Dann hörten die Zeugen ein fürchterliches Schreien und drei Schüsse. "Das war kein Angstschrei, das war eine Drohung," meint Zeuge H.

Als Drohung verstanden es auch die Beamten. Denn der 29-jährige Margomed T. hatte sich in seiner Wohnung mit zwei langen Messern in Samurai-Art in Stellung gebracht. Die Polizisten schossen drei Mal, T. erlitt einen Oberschenkeldurchschuss, konnte aber, von Beamten gestützt, das Haus aus eigener Kraft verlassen.

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