Das 80-köpfige „The City of Prague Philharmonic Orchestra“ spielt live den Soundtrack zur BBC-Dokumentation „Planet Earth“.

© /Fred Olivier

Dokumentation
03/13/2015

Live In Concert: "Hineinfallen in den Planeten"

Am Samstag gastiert die BBC-Produktion "Planet Earth" in der Stadthalle. Die Musik liefert ein Orchester.

von Anna-Maria Bauer

Eine Leinwand ist so groß wie eine kleine Wohnung. Davor ein 80-köpfiges Orchester, das live den Soundtrack zu den bewegten Bildern liefert. Unter diesen Voraussetzungen ist am Samstag* in der Stadthalle der BBC-Dokumentarfilm "Planet Earth" zu sehen. Zwei Stunden lang werden Zuschauer in die tiefsten Höhlensysteme der Welt oder auf die Gipfel des Himalaja entführt. Das Publikum sieht Eiswüsten, den tropischen Dschungel und bunte Korallenriffe. Untermalt wird die Dokumentation von Klängen aus der Feder von George Fentone. Der Komponist schrieb bereits Filmmusik zu Klassikern wie "Und täglich grüßt das Murmeltier" oder "Anna und der König".

200 Drehorte

Fünf Jahre lang haben 40 Kamerateams an Hunderten Drehorten gefilmt. Ursprünglich wurde die Produktion als Serie ausgestrahlt. Nach dem großen Erfolg und vier Emmy Awards gibt es nun auch eine Filmversion. Seit Mitte Februar ist der Film im deutschsprachigen Raum auf großen Leinwänden zu sehen. Den Abschluss der Tour bildet die Vorstellung am Sonntag in der Stadthalle. Moderiert werden die Vorstellungen vom Schweizer Schauspieler Max Moor. Er verbindet die einzelnen Filmausschnitte, erzählt vom Entstehen der Filmaufnahmen und macht das Publikum auf Details aufmerksam. Mittlerweile hat Moor die Show 20-mal mitverfolgt: "Man vergisst mit der Zeit, dass es ein Film ist. Man fällt einfach hinein in diesen Planeten."

Für den britischen Filmemacher Alastair Fothergill war dieses Projekt eine "Liebeserklärung an die Welt". Bei der Premiere 2006 gab der Regisseur zu Bedenken: "Wäre der Film erst in zehn, 20 Jahren gedreht worden, hätten einige Bilder gar nicht mehr eingefangen werden können." Ein Punkt, der Moderator Moor sehr beschäftigt: "Die Menschheit als Gesamtes ist ein schlimmer Virus, aber was der einzelne Mensch wiederum leisten kann, ist beeindruckend."

Moor selbst versucht jedenfalls seinen Teil für einen nachhaltigen Umgang mit dem Planeten zu erfüllen. In Brandenburg bewirtschaftet er einen Bauernhof – biologisch-dynamisch nach Schweizer Demeter-Richtlinien. Chemischen Dünge- oder Pflanzenschutzmittel kommen bei ihm nicht vor. Moor: "Ich denke, dass die Zuschauer durch den Film ihren eigenen Planeten wieder mehr schätzen lernen."

Planet Earth: Stadthalle, 14. 3.; 15 und 20 Uhr; Ticket: www.oeticket.at

*In einer ersten Fassung wurde fälschlicherweise behauptet, das Event fände am Sonntag statt. Richtig ist Samstag, 14. 3. 2015.

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