Chronik | Wien
07.04.2017

Liebesnachrichten vor Tod: Ex-Polizist vor Mordanklage

Der einstige Polizist soll mit Dienstwaffe Freundin erschossen und dann den Sohn erwürgt haben.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Fall des einstigen Polizisten Daniel L., der seine schwangere Freundin erschossen und seinen zweijährigen Sohn Noah erwürgt haben soll, sind abgeschlossen. Jetzt fehlt nur noch die (wahrscheinliche) Mordanklage.

Der 23-Jährige hatte im Oktober des Vorjahres seine Dienstwaffe "leicht schräg versetzt an ihren Hinterkopf gehalten, die Augen zugemacht" und den Abzug gezogen, wie er im Verhör zugab. Dann zog er die Leiche der 25-jährigen Claudia in die Duschkabine, verließ mit dem gemeinsamen Sohn die Wohnung und ging zu seiner Geliebten. Abends kehrte er in die Wohnung zurück und dachte darüber nach, dass der Bub nun ohne Eltern aufwachsen müsse. Am Morgen soll er ihn erwürgt haben.

WhatsApp-Nachrichten

Am Donnerstag fand die letzte Einvernahme des Beschuldigten vor dem Prozess statt. Er wurde damit konfrontiert, dass er sich im Internet vor der Tat über Umgang, Wirkung und Besonderheiten von Schusswaffen informiert hatte. Außerdem hielt man ihm liebevolle WhatsApp-Nachrichten von Claudia vor, die sie ihm geschickt hatte. Daniel L. behauptet ja, seine Lebensgefährtin habe ihn ständig heruntergemacht und sei auch handgreiflich geworden.