Chronik | Wien
02.09.2015

Läufer spendeten 64.000 Euro für Kira Grünberg

Rund 3400 Teilnehmer waren bei "Laufen für Kira" im Prater dabei, um laufend zu helfen.

Kira Grünberg konnte selbst nicht dabei sein, dennoch war es die querschnittgelähmte Sportlerin, die sozusagen den Startschuss für "Laufen für Kira" im Prater gab. Mittels Audiobotschaft, die kurz vor dem Start eingespielt wurde: "Mir steigt die Gänsehaut auf, wenn ich daran denke, wie viele teilnehmen. Es ist ein wahnsinniges Geschenk von euch."

Rund 3400 Teilnehmer, darunter zahlreiche nationale und internationale Sportgrößen, aber auch Promis wir Christina Stürmer liefen rund eine Stunde für die ehemalige Stabhochspringerin, die seit ihrem Trainingsunfall am 30. Juli selbst nicht mehr laufen kann. Gelaufen wurde in zehn Gruppen mit unterschiedlichen Distanzen mit einem Promi als Gruppenleiter.

Organisiert wurde der Lauf von Wilhelm Lilge und Manuela Wally vom Wiener Laufverein team2012.at. "Mir kamen die Tränen, als ich gesehen habe, wie viele Menschen gekommen sind", sagte Lilge. Trotz dem prominenten Starterfeld war für die Organisatoren von Anfang an klar: "Es gibt heute genau einen VIP und das ist Kira Grünberg."

Eineinhalb Stunden nach dem Start stand schließlich die Summe fest, die die Bewegungshungrigen an diesem Abend für Kira Grünberg gespendet hatten: 64.000 Euro, die zu 100 Prozent an die Sportlerin und ihrer Familie zugute kommen, wie die Organisatoren betonen.

Außerdem erwartet Grünberg noch ein besonderes Geschenk aller Teilnehmer: Von jedem Läufer wurde ein Portraitfoto gemacht, aus den Bildern wird ein Mosaik von Kira angefertig.

Fortschritte in Reha

Bei dem Lauf war auch Grünbergs Manager Thomas Herzog dabei. "Kira ist sehr, sehr stark. Ihr Lebensmut ist beeindruckend", erzählt Herzog. Seit knapp zwei Wochen befindet sich die Sportlerin nun in der Reha-Klinik Bad Häring in Tirol. "Die Reha ist die schwierigste Zeit. Aber Kira hat viele junge Menschen um sich, darunter auch viele Sportler, die ein ähnliches Schicksal erfahren haben und mit denen sie sich austauschen kann." Sie fühle sich sehr wohl und habe schon Fortschritte gemacht. "Momentan gibt es keine Komplikationen. Sie schafft es sogar, die Arme zehn bis 15 Zentimeter zu heben. Das ist großartig."