Chronik | Wien 30.01.2012

Kupferdiebe auf frischer Tat gefasst

© Bild: KURIER/Boroviczeny

Auf den U6-Gleisen zwischen Floridsdorf und Neue Donau war für vier Täter Endstation. Im Bereich Alser Straße brannte es.

Da hat in der Nacht auf Montag ein Mitarbeiter in der Leitstelle der Wiener-Linien aufmerksam reagiert: Dank seiner Alarmierung konnte die Polizei wenig später ein verdächtiges Quartett von Kupferdieben fassen. Diese waren gerade dabei, auf der Strecke der U6 nahe der Station Neue Donau Kabel der Signalanlage abzumontieren.

Gegen 1.50 Uhr fiel einem Diensthabenden in der U-Bahn-Leitstelle in Erdberg eine in jenem Bereich leuchtende Kontrolllampe auf. Das konnte ein normaler technischer Defekt sein – aber auch Diebe bei der Arbeit. Sofort wurde eine interne Streife der Wiener Linien losgeschickt und die Polizei alarmiert.

Die Streife der Wiener Linien entdeckte dann im Gleisbereich einige dunkle Gestalten – diese flüchteten, nur ihr Werkzeug blieb zurück. Einer Funkstreife der Polizei fiel kurze Zeit später auf der Floridsdorfer Hauptstraße ein Auto mit tschechischem Kennzeichen auf, das plötzlich wendete und in Richtung Autobahn brauste. Der Wagen wurde gestoppt: darin saßen drei Männer und eine Frau, die Herren allesamt mit schmutzigen, schwarzen Händen.

Die aus der Slowakei stammenden Verdächtigen im Alter zwischen 19 und 43 Jahren wurde am Montag im Landeskriminalamt einvernommen. Das Quartett könnte auch für die Kupferdiebstähle der letzten Wochen in der U-Bahn verantwortlich sein, hieß es.

Der in der Nacht angerichtete Schaden an der Signalanlage war bald behoben. Mit rund 50.000 Euro beziffern die Wiener Linien den Schaden der drei Kupferdiebstähle auf den Linien U6 und U4 im heurigen Jahr.

 

Feuer

Glimpflich endete am Montag kurz nach Mitternacht ein Brand in der U-Bahn-Station Alser Straße: Im Müllraum der Station war, möglicherweise durch weggeworfene Zigaretten, ein Feuer ausgebrochen. Zwei Fahrgäste in der Station wurden mit Fluchtfiltermasken durch den dichten Rauch ins Freie begleitet, der Brand war rasch gelöscht.

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Erstellt am 30.01.2012