Chronik | Wien
29.03.2017

Therme in Wiener Wohnung defekt: Frau reanimiert

Eine 21-Jährige erlitt eine schwere Kohlenmonoxid-Vergiftung.Haus wurde evakuiert.

Eine 21-jährige Frau und deren Mutter (48) sind bei einem Austritt von Kohlenmonoxid in einer Wohnung in der Laurenzgasse in Margareten verletzt worden.

Die Tochter schwebte bei dem Vorfall am Dienstagabend sogar in Lebensgefahr und musste reanimiert werden. „Sie wurde mit einer schweren CO-Vergiftung ins Spital gebracht“, sagt Corina Had, Sprecherin der Berufsrettung Wien. Das giftige, aber geruchlose Gas war aus einer Gas- Kombitherme ausgetreten und hatte sich bereits weithin ausgebreitet: „Das CO-Meldegerät, das unsere Mitarbeiter seit einigen Jahrenstandardmäßig am Rucksack tragen, hat schon im Stiegenhaus angeschlagen“, berichtet die Sprecherin.

Die 21-Jährige musste an Ort und Stelle reanimiert werden. Ihre Mutter kam mit einer leichten CO-Vergiftung ins Krankenhaus. Weitere sieben Hausbewohner wurden im Katastrophenzug der Rettung behandelt. Was genau zu der gefährlichen CO-Konzentration geführt hat, war am Mittwoch noch unklar. Infrage kommen eine Behinderung beim Abzug oder eine Störung am Gerät. Die Feuerwehr evakuierte, ausgerüstet mit Atemschutz, das gesamte Gebäude und durchsuchte rund 20 Wohnungen rund um den Unfallort, um sicherzustellen, dass Nachbarn nicht in Gefahr gerieten. „Kohlenmonoxid kann sich auch durch die Wände oder durch Lüftungskanäle verbreiten“, sagt Schimpf.