Chronik | Wien
07.04.2017

Jedes dritte im Straßenverkehr getötete Kind war zu Fuß unterwegs

Verkehrssystem müsse kindgerechter gestaltet werden, so der VCÖ.

Alle vier Stunden wird in Österreich ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt, wie der Verkehrsclub Österreich berechnet hat. Seit 2006 kamen 133 Kinder bei solchen Crashs ums Leben. Zudem wurden 33.000 Kinder verletzt. Jedes dritte Todesopfer (42) war zu Fuß unterwegs.

In den Jahren 2015 und 2016 betrug der Anteil der als Fußgänger tödlich verunglückten Kinder sogar 45 bzw. 43 Prozent. Am Dienstag starb in Wien ein siebenjähriges Kind, nachdem es von einem Pkw niedergefahren worden war.

"Zahl ist beschämend hoch"

"Die Zahl der im Straßenverkehr verunglückten Kinder ist in Österreich nach wie vor beschämend hoch", meinte VCÖ-Mann Markus Gansterer. "Das Verkehrssystem nimmt auf die Schwächsten viel zu wenig Rücksicht."

Gerade im Ort wünscht sich der VCÖ verstärkte Maßnahmen, um das Verkehrssystem kindgerechter zu machen. Ob 30 oder 50 km/h gefahren wird, macht für die Sicherheit von Kindern einen sehr großen Unterschied. Bei Tempo 30 beträgt der Anhalteweg, also Reaktionsweg und Bremsweg, rund elf Meter, bei Tempo 50 ist der Anhalteweg doppelt so lange.