Chronik | Wien
05.12.2011

Jagd nach falscher "Hasch-Plantage"

Stauden, die wie Cannabis aussehen, wurden zwischen Grand Hotel am Kärntner Ring und Schwarzenbergplatz gefunden.

Eine Zeitungsmeldung über eine Hasch-Plantage am Kärntner Ring lockte am Freitag zahlreiche "Drogenfahnder" an. Tags zuvor waren dort in einem Rindenmulchbeet Cannabis-Pflanzen gefunden worden. Schaulustige suchten an der Fundstelle nach Spuren weiterer Pflanzen. So auch eine deutsche Touristin, die mit der ganzen Familie kam: "Ich habe davon in der Zeitung gelesen und wollte nachschauen, ob das wirklich stimmt", sagte Doris Herbsthofer. Doch weit und breit kein einziges Pflänzchen, das auch nur annähernd nach Cannabis aussah.

Auch das Büro der zuständigen Stadträtin Ulli Sima wurde von der Nachricht überrascht. Der Ring werde regelmäßig von den Stadtgärtnern überprüft. "Die Pflanzen müssen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion eingesetzt worden sein", so eine Sprecherin.

Die Polizei untersuchte unterdessen die Hanfstauden im Labor. "Wir ermitteln derzeit gegen unbekannte Täter", erklärte Polizeisprecher Roman Hahslinger. Mitarbeiter des Stadtgartenamts konnten das Drogenrätsel schlussendlich für den KURIER lösen. "Das ist Vogelhanf", erklärte Alexander K. "Wir vermuten, dass der Vogelhanfsamen mit dem Rindenmulch mitgeliefert wurde."

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Hintergrund