Chronik | Wien
30.11.2016

Hitzige Debatte zum Parkpickerl in Favoriten

Die Bezirkschefin lud am Mittwoch die Bürger ein. Die Meinungen zum Pickerl gehen weit auseinander.

In Favoriten droht die nächste Parkpickerl-Debatte. Wie berichtet, führt der Flächenbezirk am 4. September 2017 das Parkpickerl ein (zwei Tage nach der Eröffnung der U1-Verlängerung nach Oberlaa). Um die Bevölkerung zu informieren, lud Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner (SPÖ) Mittwochnachmittag am 14 Uhr zum Infotag in die Volkshochschule des Bezirks.

Die Veranstaltung wurde mit Spannung erwartet, denn laut Erhebungen sind die Favoritner eher gegen die Parkraumbewirtschaftung. Trotzdem stimmte die Bezirksvertretung knapp – mit 30 zu 29 Stimmen – für das Pickerl. Hinter den Kulissen strebt die FPÖ eine Bürgerbefragung an. Ein Ergebnis wäre für die Politik nicht bindend, sondern würde maximal als Stimmungsbarometer dienen.

Favoriten ist in der Pickerlfrage ein Ausnahme-Bezirk: Mit 11.000 Haushalten steht der zehnte Bezirk an der Spitze der Bevölkerungsdichte. Allerdings zeigt die Geografie des Bezirks zwei völlig unterschiedliche Strukturen: Neben dicht bewohnten Grätzeln (z. B. Reumannplatz, Hauptbahnhof) gibt es auch viele Kleingartensiedlungen und sogar landwirtschaftliches Gebiet. Daher auch verschiedene Meinungen zum Parkpickerl – und auch die Wirtschaft ist mit dem Pickerl unzufrieden.