Historischer Mörser ging bei Fest los

Foto: christandl juerg

Im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum kam es beim einem Mittelalterfest zu einer Explosion.

Das Motto "Montur und Pulverdampf", unter dem dieses Wochenende im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien ein Mittelalterfest stattfindet, entpuppte sich am Samstagnachmittag als all zu wörtlich. Beim Abschuss aus einem historischen Mörser entzündete sich das Schwarzpulver frühzeitig. Ein Mann wurde im Gesicht verletzt.
"Für den Mittagssalut sollte die Kanone mit Schwarzpulver geladen werden", erzählt Peter Priz, einer der Organisatoren. "Dann hat es allerdings einen Knall gemacht und der Mann, der die Kanone befüllt hat, ist verletzt zu Boden gegangen."

Bei dem Verletzten handelt es sich um einen 45-jährigen Mann aus Würzburg. Er erlitt bei dem Unfall Verbrennungen im Gesicht und an den Händen. Die Rettung, die den Mann abtransportierte, stufte die Verbrennungen allerdings nicht als gravierend ein.

Ursachensuche

Warum sich das Schwarzpulver frühzeitig entzündet hat, ist noch nicht geklärt. "Vielleicht lag es an der Hitze, die zu einer frühzeitigen Verpuffung geführt hat", mutmaßt Priz. "Gott sei Dank ist nicht mehr passiert." Das Fest ging nach dem Abtransport des Verletzten weiter - ohne Mittagssalut.

(KURIER) Erstellt am
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