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Meidling
11/14/2013

Hetzendorfer Bürger kämpfen um ihre letzte freie Grünfläche

Petition und Bürgerversammlung gegen den Verbau der Hundewiese am Friedhof.

von Josef Gebhard

Besonders schön anzusehen ist sie nicht, die „Hundewiese“ nördlich des Südwest-Friedhofs. Doch die vielen Anrainer, die man hier tagtäglich trifft, stört das nicht. Schließlich ist das 4 ha große Areal die letzte frei zugängliche Grünfläche in Hetzendorf. Sie bietet genug Platz für Hunde und spielende Kinder gleichermaßen.

Doch damit könnte es bald vorbei sein, befürchtet nicht nur Roswitha Schmidt, die hier mit ihren Hunden seit 35 Jahren spazieren geht. „Genau einen Tag nach der Wahl sind Arbeiter angerückt, die im Auftrag des Wohnbauträgers Arwag Vermessungen und Probebohrungen durchgeführt haben.“ Bezirksrat Franz Schodl (pro Hetzendorf) vermutet im Hintergrund „lukrative Grundstücksdeals und Geheimplanungen, nach deren Abschluss ein Bauwidmungsverfahren nur noch Formsache ist. Aber wir wehren uns“. Bereits 1000 Bürger haben eine Petition gegen die Verbauung des Areals unterschrieben, am 17. Dezember findet eine Bürgerversammlung zu der Causa statt.

Eigentümer der ursprünglich als Friedhofserweiterungsgebiet vorgesehenen Wiese sind zu einem Drittel die Stadt und zu zwei Drittel ein Ehepaar. Vor drei Jahren forderte die Bezirksvertretung einhellig eine widmungsgemäße Absicherung des Naherholungsgebiets, woraufhin die Stadt eine Bausperre verhängte.

Verkaufsgespräche

Bei der Arwag bestätigt man erste Verkaufsgespräche mit den privaten Eigentümern und ein Wohnbau-Vorhaben. „Das Projekt wird aber, wenn überhaupt, sicher nicht innerhalb der nächsten zwei, drei Jahre starten. Und die Hundewiese soll zumindest zum Großteil bleiben“, beschwichtigt ein Sprecher. Für Schodl sind das bloß „Killerphrasen“. Auch Bezirksvorsteherin Gabriele Votava (SPÖ) wäre es am liebsten, wenn der Status quo erhalten bliebe. Besser wäre noch eine Widmung als Erholungsgebiet, um etwa einen Naturpfad errichten zu können.

Der Ball liegt bei Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne). In ihrem Büro will man sich zu der Zukunft des Areals aber noch nicht äußern: „Schließlich liegen noch keine Widmungsansuchen oder Projekte vor.“

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