Chronik | Wien
31.01.2018

Haus des Meeres plant Umbau

Viele Jahre hat das Haus des Meeres um die Genehmigung für einen Zubau gekämpft. Nun ist es soweit: Im Frühling soll mit dem Bauvorhaben begonnen werden.

Nach langem Hin und Her plant das Haus des Meeres in Wien nun einen Ausbau, um die Weiterführung des wissenschaftlich geführten Zoos zu gewährleisten, wie es in einer Aussendung heißt. Konkret sollen die Eingangshalle und der „Krokipark“ eingegliedert werden. Die Gäste könnten so viel schneller ins Haus und in die verschiedenen Abteilungen gebracht werden und jene, die nur die Aussicht genießen wollen, müssten künftig keinen Zooeintritt mehr bezahlen.

Die neuen Flächen sollen mit weiteren Aquarien- und Terrarien Abteilungen sowie Mehrzweckbereichen für Vorträge, Symposien, Filmvorführungen und Kunstausstellungen belegt werden. Außerdem wird es zusätzliche Ruhezonen geben.

Mehr Platz für Tiere

Während der gewonnene Nutzraum in den unteren Geschoßen hauptsächlich für Hausinfrastruktur gebraucht wird, will Geschäftsführer Hans Köppen in den Geschoßen sechs bis neun mehr Platz für Tiere schaffen. Im neunten Stock wird ein zusätzlicher Außenbereich geschaffen. Vergrößert wird auch das Dach-Cafe im elften Stock. Die Aussichtsterrasse mit den Betonausbuchtungen erhält außerdem eine gläserne Einhausung, um sie wetterfest und somit 365 Tage im Jahr begehbar zu machen. Die Fassade in Richtung Schadekgasse wird begrünt. Der Rest des Turms bleibt außen wie innen unverändert.

Der Anbau soll bereits im März beginnen und ein Jahr später im Außenbereich fertiggestellt werden. Laut Direktion werden die Baumaßnahmen so gesetzt, dass der Zoobetrieb im Inneren des Altbestandes sicher und ungestört weiterverlaufen kann. Für den Umbau der Außenfassade rechnet das Haus des Meeres mit Kosten von 10 Millionen Euro. 2019 soll der Innenausbau erfolgen.

Pläne seit 2008

Plane für einen Ausbau gab es bereits im Jahr 2008. Der Bezirk beschloss damals, eine Anrainerbefragung durchzuführen. Das Ergebnis: 66,7% stimmten dem Vorhaben zu - gebaut wurde trotzdem nicht, da es an Bewilligungen fehlte.

Schließlich kam es dann 2017 zu einem sogenannten „Konsensualen Verfahren“, dessen Ergebnis nach Zustimmung aller zuständigen Magistratsabteilungen nun zügig umgesetzt werden soll.