© dpa-Zentralbild/Jens Wolf

Haftstrafe
02/20/2013

Beamter kassierte Gebühren in eigene Tasche

Insgesamt 318.000 Euro kassierte ein Wiener Magistratsbeamter.

318.000 Euro. Zehn Jahre kassierte ein Wiener Magistratsbeamter die Gebühren, die neue Österreicher für die Verleihung der Staatsbürgerschaft zu entrichten hatten, in die eigene Tasche. Insgesamt 318.000 Euro. „Es wundert mich schon, dass das so lang niemandem aufgefallen ist“, sagte der Richter beim Prozess. Antwort des Angeklagten: „Wenn ich ehrlich bin, mich auch.“

Der inzwischen entlassene 44-Jährige war mit der Höhe seines Gehalts nicht zufrieden, deshalb bediente er sich selbst. Nach dem Einheben der jeweiligen Gebühr stornierte H. den Betrag und leitete ihn dann auf sein Privatkonto um. Als im Jänner 2012 innerhalb von nur drei Wochen 13.000 Euro in der Buchhaltung fehlten, läuteten in der MA 34 doch endlich die Alarmglocken und man rechnete bis 2005 zurück nach. Mögliche Veruntreuungen vor diesem Datum konnten nicht mehr nachvollzogen werden.

Und wofür verwendete der zweifache Familienvater das Geld? Er kaufte sich Waffen, will aber kein Waffennarr sein; für ihn seien das Kunstwerke. Prompt wurde er kürzlich wegen illegalen Waffenbesitzes zu einer bedingten Strafe verurteilt.

Nun folgte die unbedingte: H. muss ein Jahr ins Gefängnis, zwei Jahre gab es auf Bewährung, nicht rechtskräftig.

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