Chronik | Wien
13.03.2012

Geiselnehmer in Anstalt eingewiesen

Der Iraner, der 2011 ins Wiener Parlament eindrang und dort eine Person als Geisel nahm, leidet an religiösen Wahnvorstellungen.

Die Geschworenen haben einstimmig beschlossen, den 37-jährigen Iraner Amin T. in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher einweisen zu lassen. Der Asylwerber hatte sich im August 2011 mit Steinen und einem Buttermesser bewaffnet Zutritt zum Parlament verschafft und dort eine Bewacherin als Geisel genommen. Er wollte ein Gespräch mit Bundespräsident Heinz Fischer erzwingen.

Der Geiselnehmer leidet an religiösen Wahnvorstellungen und bildet sich ein, der Vater von Strache und Jesus zu sein. Er lebe seit sieben Jahren mit der Muttergottes zusammen. Der Psychiater hält Amin T. für gefährlich und bescheinigt ihm eine ungünstige Prognose.

Der 37-Jährige glaubt, nicht krank zu sein und wollte wissen, wie lange er in der Einrichtung bleiben müsse. „Auf unbestimmte Zeit, bis von Ihnen keine Gefahr mehr ausgeht. Es liegt an Ihnen mitzuarbeiten und die Therapie anzunehmen“, antwortete Richter Andreas Böhm.

 

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