Chronik | Wien
02.01.2012

Gasexplosion: Nachbarn in „Spitalswohnungen“ untergebracht

Das Büro für Sofortmaßnahmen organisierte für die Betroffenen Ersatzquartiere.

Nach der Gasexplosion in einem Reihenhaus in der Wulzendorfstraße in Wien-Donaustadt müssen die Behörden zwei Fragen klären: Handelt es sich bei den gefundenen Leichenteilen um die Überreste des Hausbesitzers Peter K., 44? Und wie geht es mit den Nachbarn, deren Häuser zerstört wurden, weiter?

Am Montag begingen Behördenvertreter und Feuerwehrmänner die Ruine. Für die Polizei ist die Arbeit beinahe abgeschlossen: Gerichtsmediziner müssen nur noch klären, ob es sich bei den menschlichen Überresten, die in den Trümmern gefunden wurden, um Peter K. handelt. Derzeit geht die Polizei von der Selbstmord-Theorie aus. K. war von seiner Freundin verlassen worden, er hatte mehrfach seinen Suizid angekündigt. Der Pfleger soll das Gebäude abgedichtet und danach den Gashahn manipuliert haben. Der Haupthahn im Keller war aufgedreht, die Manschette entfernt.

Die Explosion machte auch Nachbarn von K. obdachlos. Die Häuser von drei Familien wurden massiv beschädigt. Dem Eigentümer, der Genossenschaft Siedlungsunion, zufolge müssen das explodierte sowie die beiden direkt angrenzenden Gebäude neu errichtet werden. Das Büro für Sofortmaßnahmen der Stadt organisierte für die Betroffenen Ersatzquartiere: Eine Familie ist in eine Dienstwohnung des AKH gezogen. Eine zweite hat einen Platz, aber nicht zugesagt. Die dritte Familie ist derzeit auf Urlaub.

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