Chronik | Wien 05.12.2011

Funkenflug verursachte Feuer Am Hof

© Bild: ap

Der nächtliche Brand in der früheren Bank-Austria-Zentrale Am Hof in Wien ist durch Fahrlässigkeit ausgelöst worden.

Der Großbrand, der vor einer Woche die frühere Zentrale der Bank Austria in der Wiener Innenstadt schwer in Mitleidenschaft gezogen hatte, ist auf Fahrlässigkeit zurückzuführen. Das ergaben die vorläufigen Ermittlungsergebnisse der Polizei.

Demnach wurde das Feuer in dem in Umbau befindlichen Gebäude vermutlich durch Funkenflug bei Schneid- und Trennarbeiten ausgelöst, der zunächst zu einem Schwelbrand führt. Im Laufe der Nacht auf Freitag vergangener Woche entwickelte sich der Schwelbrand dann zu einem Vollbrand. "Da dieser Brand zentral im Gebäude entstand, war es möglich, dass er längere Zeit unbemerkt blieb", hieß es vonseiten der Wiener Polizei.

Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben, dass das Feuer am Donnerstag bei Arbeiten an Lüftungseinrichtungen am Dach über Stiege 2 seinen Ausgang genommen hat. Zerstört wurden bei dem Brand der historische Festsaal im ersten Stockwerk, der unter Denkmalschutz stehenden Kassensaal galt als akut gefährdet. Schäden entstanden auch am angrenzenden Kirchenkomplex.

Erhebungen zur Vorgangsweise bei den Arbeiten sind nach Angaben der Polizei noch in Gang. Geführt werden die Ermittlungen vom Landeskriminalamt (Gruppe Ortner) und Sachverständigen des Bundeskriminalamts.

Der Stahlbetonbau mit klassizistischer Fassade war in den Jahren 1913 bis 1915 errichtet worden. Vor drei Jahren übernahm Immobilieninvestor Rene Benko das Objekt, um es in ein Luxushotel umzuwandeln. Dessen Eröffnung Ende 2013 sollte laut Benko wie geplant stattfinden.

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Erstellt am 05.12.2011