Chronik | Wien
21.09.2017

Fliegerbombe: Entschärfung nach Evakuierung gelungen

In Wien-Liesing wurde am späten Nachmittag eine Fliegerbombe gefunden. Das Areal musste großräumig gesperrt werden, Gemeindebauten wurden evakuiert. 400 Menschen waren betroffen.

In der Nähe des Wohnparks Alterlaa in Wien-Liesing wurde eine Fliegerbombe gefunden. Laut Polizeiangaben wurde das rund 250 Kilogramm schwere Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg gegen 16:45 Uhr im Bereich Rößlergasse unweit der Trasse der U6 bei Grabungsarbeiten entdeckt. Die Zünder der amerikanischen Bombe waren vorhanden, daher war die Bombe scharf. Gegen 20:40 Uhr meldete unsere Reporterin vor Ort, dass die Zünder erfolgreich entfernt werden konnten.

Rund 400 Personen weggebracht

Der Gefahrenbereich war im Umkreis von 250 Metern gesperrt, in der Rößlergasse und in der der Putzendoplergasse sind mehrere Gemeindebauten evakuiert worden. Es handelte sich um rund 400 Personen.

Die rund 14.000 Bewohner des Wohnparks Alterlaa waren von den Maßnahmen nicht betroffen. In der gesperrten Altmannsdorfer Straße war ein Versorgungszelt für 120 Personen eingerichtet. Vier Gelenksbusse wurden von den Wiener Linien abgestellt, um die in Sicherheit zu bringenden Personen aufzunehmen und weiterzutransportieren.

Entschärfung nach Evakuierung

Erst nach erfolgter Evakuierung konnte die Fliegerbombe vom Entminungsdienst des Bundesheeres und Spezialkräften der Wiener Polizei entschärft werden. Anschließend wurde sie abtransportiert.

Sperre der U6

Die Sperre betraf auch die U6-Station Alterlaa. Die Linie U6 konnte nur zwischen Floridsdorf S U und Am Schöpfwerk U verkehren. Ein Ersatzverkehr mit Autobussen wurde eingerichtet.

Umfangreicher Stau

Die Station Alterlaa konnte vom Schienenersatzverkehr nicht angefahren werden. Die Altmannsdorfer Straße war zwischen Anton-Baumgartner-Straße und Perfektastraße laut ÖAMTC ebenfalls gesperrt, ebenso die Rößlergasse. Am Altmannsdorfer Ast baute sich zeitweise ein umfangreicher Stau auf.