Chronik | Wien
06.06.2017

Filmreife Verfolgungsjagd: Mit 180 km/h durch Wien

Am Ende wurde der 24-jährige Lenker gefasst und festgenommen.

Eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei hat sich ein 24-jähriger Lenker in der Nacht auf Dienstag in Wien geliefert. Er raste auf seiner über zehn Kilometer langen Flucht mit bis zu 180 km/h durch die Stadt, überfuhr zahlreiche rote Ampeln. Um schwerer gesehen zu werden, schaltete er außerdem die Beleuchtung aus. Endstation war Meidling, der Mann wurde festgenommen, berichtete die Polizei.

Gegen 1.30 Uhr wollten die Beamten den Lenker, der mit einem Dacia unterwegs war, in der Winckelmannstraße in Rudolfsheim-Fünfhaus kontrollieren. Als der junge Mann das Blaulicht des Polizeiautos sah, überfuhr er eine rote Ampel und raste davon. Über die Altmannsdorfer Straße fuhr er stadtauswärts, mehrfach über rote Ampeln, mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 180 km/h. Auf Höhe der Meischlgasse schaltete er sogar das Licht aus. Die Verfolgung der Polizei zog sich. "Wir können ihm zwar nachfahren, aber wir bremsen vor jeder roten Ampeln, um niemanden zu gefährden", konstatierte Polizeisprecher Paul Eidenberger.

Auf dem Parkplatz eines Möbelgeschäfts in Vösendorf blieb der 24-Jährige schließlich stehen. Ein Polizist stieg aus, zog seine Waffe. "Das hat den Lenker wenig beeindruckt, er ist auf das Gas gestiegen, hat umgedreht und ist zurückgefahren", schilderte Eidenberger. Die Verfolgungsjagd führte nun stadteinwärts, ehe in der Hetzendorfer Straße wirklich Schluss war. Bei der Festnahme stellte sich heraus, dass der junge Mann bereits zur Aufenthaltsermittlung vom Gericht ausgeschrieben war. Er wurde wegen diverser Verwaltungsübertretungen und wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt.

Alkolenker mit 163 km/h

Am Pfingstmontag raste ein 29 Jahre alter Mann am Pfingstmontag über die Tangente in Wien. Mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 163 km/h führte der Mercedesfahrer mehrere gefährliche Überholmanöver durch, wechselte zwischen den Spuren hin- und her. Der Polizei gelang es, den Wagen am Pannenstreifen anzuhalten. Ein Alkotest ergab 1,4 Promille. Den Führerschein ist der Lenker los, er wurde mehrfach angezeigt.

Ein Motorradpolizist der Landesverkehrsabteilung wurden gegen 8.30 Uhr auf der Südosttangente auf den Mercedes mit deutschem Kennzeichen aufmerksam, dieser war mit weit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Der 29-Jährige ignorierte die Anhalteversuche des Beamten. Diesem gelang es schließlich, den Wagen auf den Pannenstreifen abzudrängen und dadurch anzuhalten, berichtete Polizeisprecher Paul Eidenberger.

Als der Betrunkene die Beifahrertür öffnete, um auszusteigen, knallte er diese gegen die Betonleitschiene und beschädigte sie. Die Polizei nahm dem 29-Jährigen, der in Ottakring wohnt, an Ort und Stelle den Führerschein vorläufig ab. Weil er den Mercedes in München angemeldet hat, droht dem Mann eine finanzpolizeiliche Strafe. Außerdem wurde er wegen Alkohol am Steuer und diverser weiterer Verkehrsdelikte angezeigt.