© Daniel Zupanc

Wien
05/30/2016

Pinguin-Nachwuchs im Schönbrunner Zoo

Bei den bedrohten Felsenpinguinen sind seit Mitte April sechs Küken geschlüpft.

Sie sind schwarz-weiß, flauschig und ab sofort für die Besucher zu sehen: Bei den bedrohten Felsenpinguinen im Tiergarten Schönbrunn sind seit Mitte April sechs Küken geschlüpft. Vier davon sind bereits in einem abgetrennten Bereich des Polariums untergebracht, die zwei Kleinsten sind noch hinter den Kulissen.

"Felsenpinguine sind durch Überfischung und Verschmutzung der Meere bedroht. Auch der Klimawandel gefährdet ihren Lebensraum. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN sind sie als gefährdet eingestuft. Umso wichtiger ist die erfolgreiche Nachzucht in Zoos", teilte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter in einer Aussendung mit.
Noch tragen die Küken ein Dunenkleid, das nicht wasserabweisend ist. Deshalb hat ihr Gehege keinen Zugang zum Wasserbecken. Erst wenn sie die erste Mauser hinter sich haben, werden sie ihre ersten Schwimmversuche wagen. Bis dahin heißt es noch ordentlich wachsen: Zwischen einem und eineinhalb Kilogramm bringen die Küken derzeit auf die Waage. Die Tierpfleger füttern sie zwei Mal am Tag mit Sprotten und Heringen. Davor und danach geht es auf die Waage. 98 Felsenpinguine leben derzeit insgesamt in europäischen Zoos, 48 davon sind es nun allein in Schönbrunn.
Der Tiergarten Schönbrunn ist nicht nur der einzige Zoo weltweit, der diese auffällige Pinguinart mit den leuchtend gelben Federbüscheln am Kopf jedes Jahr erfolgreich züchtet, er führt seit vergangenem Jahr auch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP)."Der Nördliche Felsenpinguin, den wir halten, brütet auf der Inselgruppe um Tristan da Cunha im südlichen Atlantik. Bei uns im Polarium simulieren wir die saisonalen Licht- und Klimaverhältnisse ihrer Heimat. Unsere Tierpfleger überwachen die Kolonie mit Kameras und haben in der Aufzucht bereits viel Erfahrung", erklärt Schratter.
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