Extreme Mieterhöhungen in einem Wohnhaus der BUWOG in Wien 2., Schiffamtsgasse 9. Versammlung betroffener Mieter

© KURIER /Gruber Franz

Wien
07/02/2013

Explodierende Mieten: BUWOG lenkt ein

Einigung mit der Stadt: Umschuldung bewahrt Mieter vor enormem Kostenanstieg.

von Josef Gebhard

Mit schlagartigen Mietpreis-Anstiegen von 40 Prozent sahen sich zuletzt die rund 100 Mieter einer BUWOG-Wohnhaus-Anlage in der Meidlinger Bonygasse konfrontiert. Sie sehen sich als Opfer der Privatisierung des Bauträgers unter der schwarz-blauen Regierung. Deren neuem Eigentümer, so der Vorwurf, gehe es allein um Profit-Maximierung.

Der Hintergrund: Der Bau aus dem Jahr 1988 wurde nach den Bestimmungen des Wohnbauförderungsgesetzes 1984 vom Land Wien mit einem Darlehen gefördert. Darin ist festgelegt, dass die jährlichen Rückzahlungen im 25. Jahr von 4,8 Prozent auf 8 Prozent des Kapitals steigen, die Zinsen ab dem 26. Jahr von 0,5 auf 6 Prozent.

Der Anstieg wurde von der BUWOG auf die Mieten weiterverrechnet. Einzelne Mieter sind deshalb bereits ausgezogen (der KURIER berichtete). Vor einem ähnlichen Problem stehen auch BUWOG-Mieter in der Leopoldstädter Schiffamtsgasse sowie in zwei weiteren Häusern.

Nach zähen Verhandlungen mit dem Büro von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) lenkt der Bauträger jetzt ein: Mit der BUWOG wurde eine Laufzeit-Verlängerung des Darlehens vereinbart, wodurch die Rückzahlungsraten deutlich gesenkt werden. Ein Angebot der Stadt, das viele andere Bauträger in einer ähnlichen Situation bereits lange vor der BUWOG angenommen hatten. „Somit bleibt nur eine Mietpreis-Erhöhung von 0,47 € /m² übrig. Das ist um 1,46 € weniger als die ursprünglich beabsichtige Anhebung“, heißt es dazu im Büro Ludwig. Die getroffene Vereinbarung soll bereit mit Juli in Kraft treten, betont man bei der BUWOG.

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