APA13568146-2 - 05072013 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA 0259 CI - Bei einem Überfall auf einen Juwelier in der Mariahilfer Straße am Freitag, 05. Juli 2013, ist einer der drei Täter von dem Überfallenen in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus erschossen worden. Der Überfallene griff zu einer Schusswaffe und feuerte mehrmals auf die Räuber. APA-FOTO: HELMUT FOHRINGER

© APA/HELMUT FOHRINGER

Raubüberfall
07/06/2013

Erschossener Räuber: Polizei fasst Komplizen

20-jähriger Mann aus Litauen wurde anhand der Beschreibung auf der Straße erkannt.

von Patrick Wammerl

Die drei Räuber sollen äußerst brutal vorgangenen sein. Im Juwelierladen in der (äußeren) Mariahilfer Straße 215 gingen Glasvitrinen zu Bruch. Juwelier Günther K. sah anscheinend keinen anderen Ausweg, um sich und seine Frau Verena zu schützen, und griff zu seinem Revolver. In Todesangst feuerte der Uhrmacher auf die Räuber. Ein Projektil traf einen der drei Täter in den Nacken. Der vermutlich 43-jährige Litauer brach vor dem Geschäft tödlich getroffen zusammen, alle Wiederbelebungsversuche waren zwecklos.

Soweit der Hergang des blutig zu Ende gegangenen Überfalles Freitagmittag in Rudolfsheim-Fünfhaus. Seit Freitagabend ist auch die Polizei bei der Klärung des Falles einen Schritt weiter. Im Zuge der Fahndung nach den beiden geflüchteten Männern haben Beamte des Landeskriminalamtes Wien (Gruppe Fichtenbauer) einen mutmaßlichen Komplizen des Erschossenen in Hernals festgenommen.

Landsmann

Der Verdächtige trug anscheinend immer noch die Kleidung vom Überfall und wurde dadurch auf der Straße erkannt. Bei dem 20-Jährigen handelt es sich ebenfalls um einen litauischen Staatsbürger. Auch wenn der Verdächtige behauptet, mit dem Raub nichts zu tun zu haben, sondern lediglich in der Nähe des Tatortes gewesen zu sein, so sind sich die Ermittler um Oberstleutnant Robert Klug ziemlich sicher, den Richtigen geschnappt zu haben. Der 20-Jährige wurde am Samstag mithilfe eines Dolmetschers lange einvernommen. Nach dem dritten Komplizen wird weiter gefahndet. Das überfallene Paar hatte Todesangst und ist von den Geschehnissen schwer mitgenommen, war über ihren Sohn, Michael K., zu erfahren. Der Uhrmachermeister befand sich in den vergangenen Tagen im Ausland auf Urlaub. Seine Eltern würden jetzt Ruhe brauchen. Sie müssten die Erlebnisse erst verarbeiten.

In Bezug auf den noch flüchtigen Täter des Überfalles bittet das Landeskriminalamt um sachdienliche Hinweise unter 01/313 10-33 800.

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