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Chronik Wien
08/27/2012

Erneut Bankomat in Wien gesprengt

Der Coup in Brigittenau wurde gegen 4.00 Uhr verübt. Erst gestern wurde in Floridsdorf ein Bankomat gesprengt.

In Wien ist am Dienstag in den frühen Morgenstunden neuerlich ein Bankomat gesprengt worden. Der Coup in Brigittenau wurde nach Angaben der Polizei gegen 4.00 Uhr verübt. Unbekannte Täter entkamen mit einem nicht genannten Bargeldbetrag.

Der Bankomat der Bank Austria war an einer Hausmauer in der Adalbert-Stifter-Straße angebracht gewesen. Die Höhe des Gesamtschadens stand laut Polizei vorerst nicht fest. Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen.

Färbesystem

Erst gestern, Montag, wurde ein Bankomat in Wien-Floridsdorf gesprengt. Dieser Coup verlief für die Täter allerdings enttäuschend. Zwar konnten die Kriminellen den Geldautomaten mit einem Gasgemisch "knacken", doch die ohnehin "sehr geringe" Beute wurde durch das integrierte Färbesystem völlig unbrauchbar gemacht.

Die Verbrecher waren gegen 3.20 Uhr aktiv geworden. Sie schlugen in der Pragerstraße 145 die Glastür ein und gelangten so an den Bankomaten, der in einen Eurospar integriert ist. Doch bei der Sprengung aktivierten sie das integrierte Sicherheitssystem, das die Geldnoten intensiv blau einfärbte. "Bankomat-Sprengung lohnt sich nicht. Wir haben aufgerüstet", so Georg Kraft-Kinz von der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. Das Färbesystem habe "wunderbar funktioniert", freute sich auch Pressesprecherin Michaela Stefan. Dieses wurde und wird sukzessive an exponierten Stellen nachgerüstet.

Ob bei der heutigen Sprengung ebenfalls ein integriertes Sicherheitssystem aktiviert wurde, war vorerst unklar.

 

Bankomat-Sprengungen in Österreich - Eine Chronologie

Bankomaten als Ziele krimineller Banden sind in der Vergangenheit nicht nur gesprengt, sondern auch aufgeschweißt oder aus der Verankerung gerissen worden. In Österreich hat in den Jahren 2010 und 2011 mehr als 50 solcher Delikte gegeben, wobei die Täter in einigen Fällen gescheitert sind. In Wien und auch in den anderen Bundesländern sind in den vergangenen Wochen Bankomaten mehrfach gesprengt worden. Hier ein Überblick über die jüngsten Fälle:

27. April 2012: Unbekannte sprengen in der Nacht einen Bankomat in Wien-Donaustadt. Gegen 3.45 Uhr werden mehrere Anrainer durch den lauten Knall einer Explosion aus dem Schlaf gerissen. Der gesprengte Bankomat war an der Außenwand einer Bankfiliale in der Anton-Sattler-Gasse 115 angebracht. Die Täter flüchten mit ihrer Beute.

10. Mai 2012: In den frühen Morgenstunden wird in Brunn am Gebirge (Bezirk Mödling) ein Bankomat gesprengt. Der Coup wird gegen 3.00 Uhr verübt. Die unbekannten Täter flüchten mit einem nicht genannten Geldbetrag.

13. Mai 2012: Eine Bankomat-Sprengung in St. Andrä am Zicksee (Bezirk Neusiedl am See) misslingt. Laut Polizei scheitern die Täter aufgrund der falschen Zusammensetzung des zündfähigen Gases. Ein Zeitungskolporteur alarmiert gegen 4.00 Uhr die Polizei, weil er sieht, dass der Bankomat in der Wiener Straße beschädigt bzw. leicht verbrannt ist. Die Unbekannten flüchten mit einem in der Nähe gestohlenen Pkw, eine internationale Fahndung nach dem Fahrzeug läuft. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich mindestens ein Täter bei dem Coup verletzt hat, da ein verkohlter Handschuh sichergestellt wird.

14. Mai 2012: Ebenfalls enttäuschend verläuft für unbekannte Täter die Sprengung eines Bankomaten in Wien-Floridsdorf. Die Verbrecher schlagen gegen 3.20 Uhr in der Pragerstraße 145 zu. Zwar können die Kriminellen den Geldautomaten mit einem Gasgemisch "knacken", doch ihre ohnehin sehr geringe Beute wird durch das integrierte Färbesystem völlig unbrauchbar gemacht.

15. Mai 2012: In den frühen Morgenstunden wird in Wien-Brigittenau neuerlich ein Bankomat gesprengt. Gegen 4.00 Uhr verüben die unbekannten Täter den Coup in der Adalbert-Stifter-Straße, wo der Bankomat an einer Hausmauer angebracht ist. Die Täter flüchten mit ihrer Beute.

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