Chronik | Wien 27.01.2015

Einbruch bei Minister Rupprechter

Während Rupprechter referierte, wurde in sein Haus eingebrochen. © Bild: APA/EPA/NICOLAS BOUVY

Nachbarin rief die Polizei, Täter brachen den Beutezug ab.

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter ( ÖVP) erreichte die unerfreuliche Nachricht am Montagvormittag. Noch während er auf dem Podium bei der Wintertagung des Ökosozialen Forums im Austria Center in Wien-Donaustadt saß, wurde der Tiroler vom Einbruch in sein Wiener Haus informiert.

Rupprechter ließ sich vor den Hunderten Landwirten aus ganz Österreich nichts anmerken, bat die Podiumsgäste jedoch die Redezeiten nicht zu überschreiten, denn "die Umstände erfordern es leider, die Diskussion pünktlich zu schließen". Danach fuhr der Minister schnell zu seinem Zweitwohnsitz in Wien-Währing.

Dort angekommen, war die Polizei längst vor Ort und sicherte jede Menge Einbruchsspuren. Denn die Täter-Gruppe ging alles andere als vorsichtig vor. Ohne lange zu zögern kletterten die Männer über die Gartenmauer des Hauses, schlugen die Terrassentüre ein und drangen so in das Gebäude ein.

Der verursachte Lärm dürfte jedoch eine Nachbarin aufgeschreckt haben: Um 8.55 Uhr wurde die Polizei von einer Anrainerin alarmiert. Polizeisprecher Roman Hahslinger bestätigte: "Die Dame wohnt in unmittelbarer Nähe des Minister-Grundstücks. Sie muss die Täter beobachtet haben. " Sofort fuhren mehrere Streifenwagen zum Tatort.

Warnposten vor Tatort

Allerdings dürften die Kriminellen einen Warnposten in der Nähe des Grundstücks postiert haben: Als die Polizei eintraf, waren die Einbrecher bereits über alle Berge. Sie könnten gegenüber des Hauseingangs über die Gartenmauer geflüchtet sein. Auch der Warnposten ist entkommen.

Während die Anruferin von zwei Männern sprach, will ein weiterer Zeuge drei Täter gesehen haben. Hahslinger: "Das stützt die Theorie mit dem Aufpasser." Personenbeschreibungen gibt es keine. Eine Zeugenaussage, wonach das Trio dunkel gekleidet war, hilft der Exekutive wenig.

Minister Rupprechter hatte dank der aufmerksamen Nachbarin Glück im Unglück. Durch die schnelle Alarmierung mussten die Einbrecher ohne Beute flüchten. "Spuren lassen vermuten, dass die Männer den Beutezug rasch abbrechen mussten. Obwohl die Einrichtung einiger Zimmer bereits durchwühlt war, dürften keine Gegenstände gestohlen worden sein." Auch das Ministerbüro bestätigte, dass "der Schaden eher gering sei und aus dem Haus nichts fehle".

Der Einbruch löste bei Rupprechter jedoch eine sofortige Reaktion aus. Laut seiner Sprecherin wird die vorhandene Alarmanlage jetzt überprüft und wenn nötig modernisiert.

Erstellt am 27.01.2015