Engin und Joyce (li.) genießen Wein und Brettljause mit ihren Freunden aus Deutschland

© Kurier/Thomas Ranner

Mayer
07/26/2015

Ein Achterl Rosé mit Blick über die ganze Stadt

Am Wochenende verköstigt "Mayer am Pfarrplatz" seine Gäste mitten in den Weinbergen

von Anna-Maria Bauer

Wein und Wiener Hausmannskost alleine waren ihnen für ihre deutschen Freunde noch nicht gut genug. Was es noch brauchte: Ein Ausblick über die Stadt. Also fuhren Engin und Joyce mit ihrem Besuch die Kahlenberger Straße hinauf. Dort, inmitten der Weinberge, wo vor ein paar Jahren lediglich ein Geräteschuppen stand, hat das Weingut „Mayer am Pfarrplatz“ eine Dependance eröffnet. Hier sitzen die vier nun mit Brettljause am Tisch, Weinglas in der Hand und der Stadt zu Füßen.

Die Idee, direkt in den Weingärten Achterl auszuschenken, hatte „Mayer am Pfarrplatz“-Geschäftsführer Gerhard Lobner schon länger. Dank einer Buschenschank-Novelle aus dem Jahr 2013 ist es Gästen im Sommer nun tatsächlich möglich, von Freitag bis Sonntag auf Liegesesseln oder auf zu Bänken umfunktionierten Europaletten zu sitzen und Wein zu trinken.

Abseits von Gemischtem Satz, Grünem Veltliner oder dem neuen Sauvignon Blanc namens „Hernals“ werden auch ausgefallenere Kombinationen, wie Gurkenspritzer (0,25l um 3,90€) oder Sekt mit selbst gemachtem Weinbergpfirsichmark (0,25l um 6,50€) serviert.
Dazu gibt es neben der Brettljause mit Wurzelspeck oder dem Bergkäse noch Fleischlaibchen oder hausgemachte Entenleberpastete. Und die Nachspeise kommt inklusive Favoriten-Feeling: Eismarillenknödel vom Tichy.

Lieblingsplätze

Gäste, denen die aufgestellten Sitzplätze noch nicht weit genug in den Weinbergen drin sind, können sich einen Picknickkorb – gefüllt mit Wurzelspeck, Brot, Mineralwasser und Wein – schnappen und die Decke am persönlichen Lieblingsort zwischen den Weinreben aufschlagen.
Und Lieblingsorte gibt es viele – zumindest wenn es nach Weinbau- und Kellermeister Gerhard Lobner geht: „Ob landschaftlich oder klimatisch: Wo Wein produziert wird, ist es einfach immer schön.“

Lobner, selbst in einem Weingut aufgewachsen, wusste schon früh, dass er diesen Berufsweg einschlagen wollte. An sein Mithelfen als Kind kann er sich jedenfalls noch gut erinnern. Damals war er genauso groß wie der Holzbottich, der während der Weinlese immer auf dem Feld stand und in den die Trauben geschüttet wurden. Am schönsten war der Moment, wenn das Fass schon so voll war, dass er die Trauben wieder erreichen und ein paar davon herausstibitzen konnte.

Mittlerweile nascht Lobner zwar keine Trauben mehr aus dem Bottich, trotzdem ist der Herbst für ihn immer noch die schönste Zeit im Jahr. Obwohl: Mit dem Mitten-im-Weinberg-Sitzen kommt der Sommer dem Herbst schon ziemlich nahe.

Mayer am Nussberg

Kahlenberger Straße gegenüber 210, 1190 Wien

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