Chronik | Wien
18.02.2018

Drogenbande stahl auch Tresor mit 41.000 Euro

Verdächtige brachen elf Mal ein. Sie sitzen in U-Haft.

In Wien wurde nun eine mutmaßliche Drogenbande ausgehoben, die nebenbei auch noch Einbrüche mit einem Schaden von rund 100.000 Euro verübt haben soll. Die drei Hauptverdächtigen aus Serbien und Albanien sowie ein Syrer sitzen seit Jänner in Untersuchungshaft, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Das Quartett wurde gefasst, als es einen Tresor mit 41.000 Euro Inhalt in Wien-Leopoldstadt stehlen wollte. Das Landeskriminalamt Wien ermittelte seit November 2017 gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BK) gegen die Gruppe. Dabei ging es zunächst um den Verdacht des Suchtgifthandels. Die Ermittler stellten fest, dass die Bande auch elf Geschäftseinbrüche in Wien und NÖ verübt haben soll. Schließlich wurden die zwei Serben im Alter von 34 und 43 Jahren sowie der 42-jährige Albaner in der Nacht auf den 8. Jänner bei einem Firmeneinbruch in Wien-Leopoldstadt beobachtet. Da dem Trio ein Tresor zu schwer für den Abtransport war, riefen sie einen 48-jährigen Syrer an.

Die vier Männer flüchteten mit zwei Fahrzeugen, wurden aber kurz darauf von der "Cobra" gestoppt und festgenommen. In dem gestohlenen Tresor stellten die Beamten 41.000 Euro sicher.

Bei fünf Hausdurchsuchungen wurden rund 1,3 Kilo Cannabis und 63 Gramm Kokain, zwei Schreckschuss-Pistolen, Einbruchswerkzeug, Funkgeräte sowie rund 8300 Euro in bar beschlagnahmt.