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Chronik Wien

Drei Vorschläge für neue Mariahilferstraße

Die Grünen wollen im kommenden Jahr die autofreie Einkaufstraße. Doch vor 2013 ist das unrealistisch , sagt die SPÖ.

12/05/2011, 07:42 AM

Der Autoverkehr auf der Mariahilfer Straße soll drastisch reduziert werden, über die Wahl der Mittel wird noch heftig diskutiert. Am Donnerstag präsentierte Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) den Anrainern drei Vorschläge zur Neugestaltung der Mariahilfer Straße. Sie sieht die Vorschläge aber keineswegs in Stein gemeißelt. Die Bewohner sollen ihre Ideen und Wünsche einbringen, Verkehrsexperte Hermann Knoflacher soll diese dann in die in die Erstellung der Idealvariante einarbeiten.

Variante 1

Der erste Vorschlag sieht eine Fußgängerzone zwischen Andreasgasse und Stiftgasse vor. Der Radverkehr bliebe dort erlaubt, Lieferverkehr und die Zufahrt zu Anrainergaragen wären ebenso möglich.

Variante 2

Das zweite Konzept würde die Mariahilfer Straße in einen Shared Space verwandeln, auf der alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind. Ampeln und Verkehrszeichen würden verschwinden, Autos dürften weiterhin durchfahren, allerdings maximal mit Tempo 20.

Variante 3

Die dritte Variante ist eine Mischform aus den vorigen Vorschlägen: Die Mariahilfer Straße wäre zwischen Gürtel und Theobaldgasse prinzipiell autofrei, Querungen wären nach wie vor möglich, die Kreuzungen aber Shared Space. Lieferverkehr und die Zufahrt zu Anrainergaragen wären erlaubt.

Verspätung

Bisher beteuerte die grüne Vizebürgermeisterin stets: "Bauliche Maßnahmen wären noch in den Sommermonaten 2012 möglich." Diesen Optimismus scheint die SPÖ nicht zu teilen. Verkehrssprecher Karlheinz Hora (SPÖ): "Ich halte eine Umsetzung frühestens 2013 oder 2014 für realistisch." Zudem solle nicht die ganze Straße auf einmal umgebaut werden, "sondern zuerst einmal ein erster Teilabschnitt umgesetzt werden." So könne man die Auswirkungen auf den Verkehr besser erfassen.

In den Bezirken Neubau und Mariahilf bereitet man sich bereits auf alle Eventualitäten vor. "Wir haben mehrere Anträge in der Schublade - abhängig davon, welche Variante kommt", sagt Susanne Jerusalem von den Mariahilfer Grünen. Immerhin ist die Sorge groß, dass es zu einer Verlagerung des Verkehrs in die Burggasse bzw. Gumpendorfer Straße kommt. Jerusalem könnte sich gut vorstellen, die Gumpendorfer Straße zur Fahrradstraße umzubauen oder zur Tempo-30-Zone zu erklären. In Neubau sollte zudem die Einbahn in der Schottenfeldgasse umgedreht werden. Der Bezirksvorsteher von Neubau, Thomas Blimlinger (Grüne), sieht das ähnlich. Auch er kann sich vorstellen, die Burggasse zur Tempo-30-Zone zu erklären. "Noch gibt es hier aber Widerstände bei den Wiener Linien."

Haben Sie andere Vorschläge, was die Stadt Wien aus der Mariahilferstraße machen könnte? Posten Sie Ihre Ideen.

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