Doggy Date ist ein Speed-Dating für Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer. Wien, 15.11.2014

© KURIER/Jeff Mangione

Speed-Dating
01/10/2015

Doggy Date: Partnersuche mit vier Pfoten

Die Wienerin Ines Zimmermann organisiert Treffen für Singles mit einem Herz für Hunde.

von Anna-Maria Bauer, Jeff Mangione

Neugierig und vielleicht auch ein bisschen aufgeregt wirkt Beagle Anton, als er an diesem Samstagnachmittag beim Wiener Hundezentrum ankommt. Lange hält die Schüchternheit aber nicht an und schon hetzt Anton mit einem halben Dutzend Hunde durch den Raum. Sein Herrchen René folgt ein wenig zögerlicher. Mit einer Tasse Punsch in der Hand mustert er die anderen Hundebesitzer im Raum. Noch kennt er niemanden. Doch mit etwas Glück findet nicht nur Anton hier einen neuen Kameraden. Doggy Date nennt sich die Veranstaltung die René und neun weitere Wiener an diesem Nachmittag besuchen, eine Speeddating-Veranstaltung für Hundebesitzer und -liebhaber.

In einer Welt, in der keine wirtschaftliche oder finanzielle Notwendigkeit für einen Partner mehr besteht, und Online-Plattformen auf Knopfdruck zigtausend potenzielle Partner vorschlägt, fühlen sich viele Menschen ob der großen Auswahl überfordert, weiß Beziehungstrainer und Autor Roman Braun. Dating-Veranstaltungen erleben also großen Zustrom. Hier kann man eine kleine Auswahl an potenziellen Partnern in Ruhe kennenlernen.

Beschnuppern

In diesem Fall bei Punsch und selbst gemachten Muffins. Während die Hunde immer noch ausgelassen durch den Raum laufen, beschnuppern sich auch Herrchen und Frauchen langsam. René ist mit Yorkshire-Terrier-Besitzerin Erika ins Gespräch vertieft. Um für den richtigen Gesprächsstoff zu sorgen, startet Initiatorin Ines Zimmermann mit einer Diskussionsrunde. Die Themen gibt sie vor. So entstehen keine unangenehmen Pausen.

Die Idee für das vierbeinige Speeddating kam Ines Zimmermann als sie die Problematik der Partnersuche am eigenen Leib erfuhr. Den richtigen Mann zu finden ist alleine schon schwierig genug. Dann auch noch jene herauszufiltern, die kein Problem mit ihrem Jacky hatten, wurde fast zur Kunst. Denn obwohl ihr das davor gar nicht so deutlich bewusst war, nahm ihr Jack Russell Terrier doch einen ziemlich großen Stellenwert in ihrem Leben ein. Jedenfalls wollte sie es anderen Hundebesitzern künftig erleichtern, den oder die richtige zu finden.

Und so organisiert Ines Zimmermann seit Juni etwa alle zwei Wochen ein Doggy Date. Mit Sekt für die Menschen, Hundekekse für die Tiere, einer Diskussionsrunde, Kennenlernspielen und anschließend einer Runde Gassi-Gehen. Je nach Location kostet das 25 bis 40 Euro. Und damit die Teilnehmer am Ende nicht peinlich nach der Nummer fragen müssen oder sich – noch peinlicher – vor Ort eine Abfuhr einholen, verteilt Zimmermann am Ende Zettel mit den Namen der Teilnehmer. Jeder kreuzt an, wen er wiedersehen möchte. Machen zwei gegenseitig ein Kreuz, bekommen sie die Telefonnummer des anderen.

Gassi gehen

Durchschnittlich zwei Speeddater pro Veranstaltung wollen sich nachher wiedersehen. Letztens hat sich ein Pärchen gemeldet, das mittlerweile nicht nur gemeinsam Gassi geht: Christine, Peter und Hund Lizzie nennt sich das glückliche Trio. Peters Tipp: Hundekekse mitnehmen und den Hund der Auserwählten ködern. Hat man den für sich gewonnen, sei der Rest ein Klacks.

Yorkshire-Terrier Robin ist von René jedenfalls bereits begeistert. Und auch seine Besitzern hat am Ende des Nachmittags bei Renés Namen ein Kreuzchen gemacht. Ebenso wie René bei Erika.

Nächste Termine

24.1.: Sie sucht Sie, 30- bis 40-Jährige; 25.1. Hundewanderung

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