Chronik | Wien
14.12.2017

Döbling stimmt für ein Parkpickerl von 14 bis 19 Uhr

Ein entsprechender Antrag wurde in der Bezirksvertretungssitzung angenommen.

Viele Bewohner des verparkten Cottageviertels werden vermutlich aufatmen: Der Antrag von Bezirksvorsteher Adi Tiller (ÖVP) für ein Parkpickerl wurde Donnerstagnachmittag in der Bezirksvertretungssitzung mehrheitlich angenommen. Damit könnte Döbling als 19. Bezirk in Wien das Parkpickerl erhalten. Denn es handelt sich bereits um den zweiten Parkpickerl-Beschluss diese Woche. Am Mittwoch wurde die Parkraumbewirtschaftung in Simmering auf Schiene gebracht. Der Antrag sieht ein nahezu flächendeckendes Parkpickerl vor. Ausgenommen wären die Parkplätze am Kahlenberg, am Cobenzl sowie beim Krapfenwaldbad, außerdem der Untere Schreiberweg, die Höhenstraße und die Wienerwaldzone. Tiller hat sich bis dato gegen ein Parkpickerl ausgesprochen – unter anderem mit Verweis auf die Pickerl-Befragung vergangenen Herbst. Diese war mit einer Mehrheit von 51,6 Prozent negativ ausgegangen. Rund 1200 eMails und ebenso viele Telefonate haben ihn in der Zwischenzeit aber umgestimmt. Die Anrufer und eMail-Schreiber hätten allesamt ein Parkpickerl gefordert, ein Teil gab an, bei der Befragung noch mit „Nein“ gestimmt zu haben. KompromisslösungAußergewöhnlich bei dem Antrag ist die Zeitbegrenzung: Die Kurzparkzone soll nur von 14 bis 19 Uhr gelten. Heinz Hieber, Klubobmann der Döblinger Grünen, findet diese Zeitbegrenzung wenig sinnvoll. Er fürchtet, dass Dauerparker die Zeit lediglich mit Kurzparkscheinen überbrücken könnten und sich die Parkplatzsituation dadurch kaum verbessern würde. Hieber hat wiederholt Parkpickerl-Anträge in der Bezirksvertretungssitzung eingebracht. Auch diesmal versuchte er es mit einem Antrag von 9 bis 19 Uhr (wie in den anderen Bezirken außerhalb des Gürtels üblich). Dafür kam einmal mehr keine Mehrheit zustande. Auch der stellvertretende Bezirksvorsteher Anton Mandl (SPÖ) ist von dem kurzen Geltungszeitraum nicht überzeugt. Im Endeffekt kam die Mehrheit für Tillers Antrag dann aber mit den Stimmen der ÖVP, der SPÖ, den Neos und einem Teil der Grünen zustande, weil die Oppositionsparteien diesen Kompromiss der aktuellen Situation vorziehen. Nun liegt der Ball bei der Stadt. „Grundsätzlich ist die Zustimmung zum Parkpickerl in Döbling ein erster richtiger Schritt“, sagte ein Sprecher der Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne). Den Antrag würde man jedenfalls „sehr ernst“ nehmen. Die Stadt werde prüfen, ob mit diesen „Geltungszeiten die Ziele der Parkraumbewirtschaftung“ erreicht werden können.Nun also auch in Döbling: Der Bezirk will als 19. Bezirk in Wien ein Parkpickerl einführen. Das wurde Donnerstagnachmittag in der Bezirksvertretungssitzung beschlossen.

Wie der KURIER berichtete, hat Bezirksvorsteher Adi Tiller (ÖVP) erstmals einen Parkpickerl-Antrag eingebracht.

Die Pickerl-Befragung in Döbling vergangenen Herbst ist zwar mit einer Mehrheit von 51,6 Prozent negativ ausgegangen. Der Antrag wird aber mit den 1200 Mails und ebenso vielen Anrufe begründet, die seit der Befragung eingegangen sind. Die Anrufer und eMail-Schreiber hätten allesamt ein Parkpickerl gefordert, ein Teil gab an bei der Befragung noch mit "Nein" gestimmt zu haben.

Außergewöhnlich ist bei dem Antrag die Zeitbegrenzung: Die Kurzparkzone soll nur von 14 bis 19 Uhr gelten.

Ob das nun rechtlich möglich ist, wird die Behörde prüfen.