Juwelier Überfall, Stephansplatz, Ellert, Pink Panther

© Polizei

Juwelenraub
12/15/2012

„Die Wut im Bauch steigt“

Pink Panther dürften heuer schon 14-mal in Wien zugeschlagen haben.

von Michaela Reibenwein, Irina Salewski

Thomas Ellert steht schon wieder in seinem Geschäft. „Das Adrenalin ist zurückgegangen. Aber die Wut im Bauch ist gestiegen“, sagt er. Freitagmittag wurde das Geschäft des Nobel-Juweliers auf dem Stephansplatz von drei maskierten Tätern überfallen. Die Räuber dürften zu den berüchtigten Pink Panther gehören.

Und denen dürfte es in Österreich besonders gut gefallen. 25 Juwelier-Überfälle gab es in diesem Jahr bereits in Wien. 14 davon rechnet die Polizei der Gruppierung Pink Panther zu, die über ein weit verzweigtes und internationales Netzwerk verfügt. Einige Erfolge konnte die Polizei zwar schon verzeichnen. „Wir haben 18 Personen der Pink Panther ausgeforscht. Sie werden international gesucht. Neun Pink Panther sind in Haft“, sagt Polizei-Sprecherin Michaela Rossmann.

Doch laut Schätzungen von Robert Klug vom Landeskriminalamt könnte die Organisation 200 Mitglieder oder mehr haben. Schwerpunkt der Pink Panther ist in Europa. Sie sind seit den frühen 90er-Jahren aktiv und stammen vom Westbalkan. Spezialisiert haben sich die Kriminellen auf hochpreisige Uhren und Juwelen.

Und diese teuren Uhren haben die Räuber auch bei ihrem jüngsten Coup erbeutet. Zu dritt stürmten sie in das Geschäft. Einer bedrohte zwei Angestellte und einen Kunden mit einer Pistole. Ein weiterer zertrümmerte mit einer Axt die Auslagenscheibe von innen. Die teuren Uhren wurden in eine Sporttasche gepackt, die Männer flüchteten zu Fuß. Doch nicht unbemerkt. Ein Passant folgte einem Täter und nahm ihm die Tasche mit der Beute wieder ab.

Uhren beschädigt

Die Uhren hat Thomas Ellert somit wieder. „Aber sie sind alle beschädigt und haben Kratzer“, sagt er. Noch am Freitag halfen seine Mitarbeiter beim Aufräumen, um am Einkaufssamstag wieder öffnen zu können. Und seit gestern hat der Juwelier auch privates Sicherheitspersonal im Einsatz. „Normalerweise ist immer eine Polizeifunkstreife auf dem Stephansplatz gestanden. Freitagmittag waren keine Beamten da“, sagt er.

Nach den Tätern wird gefahndet. Hinweise (auch vertraulich) an die Polizei unter  01/31310-33800.

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