Chronik | Wien 05.01.2012

Die Gruft wird ausgebaut

Ein Kompromiss mit den Anrainer wurde gefunden, das Caritas-Zentrum für Obdachlose in Mariahilf wird erweitert.

Österreichs bekannteste Obdachloseneinrichtung, die Wiener Gruft in Mariahilf, expandiert. Wie der KURIER bereits im Oktober berichtet hat, soll das Tageszentrum im ersten Halbjahr 2013 in den Pfarrhof der benachbarten Barnabitenkirche übersiedeln. Die 120 Schlafplätze sollen unterhalb des Gotteshauses bleiben. Doch das Projekt stand zuletzt auf der Kippe. Anrainer wehrten sich gegen die Ausweitung.

"Nach wochenlangen Gesprächen mit der Bürgerinitiative Rettet die Pfarrhofbäume gibt es jetzt eine Einigung", sagt Caritas-Projektleiterin Bettina Schörgenhofer. "Es ist gelungen, die Interessen der obdachlosen Menschen, der Pfarre und der Anrainer in einem gut akzeptierbaren Kompromiss zu bündeln."

In dem Innenhof soll möglichst viel Grün erhalten bleiben: Ein Baum wird mittels Atrium ins neue Gebäude integriert und auch die Begrünung des Dachs ist vorgesehen. "So müssen nur zwei der acht großen Bäume gefällt werden", heißt es. Claudia Heinisch, Sprecherin der Initiative, zeigt sich zufrieden: "Wir haben die wichtige Arbeit der Gruft nie infrage gestellt. Durch unser Engagement konnten wir aber erreichen, dass Bäume erhalten bleiben und der Zubau optimal in eine der letzten Grün-Oasen Mariahilfs eingebettet wird."

( Kurier ) Erstellt am 05.01.2012