Treffen der KURIER-Generationen: Die aktuelle Führungscrew mit ehemaligen Chefredakteuren

© KURIER/Gilbert Novy

Der KURIER-Tag 2014 im Minutentakt
10/17/2014

Der KURIER-Tag 2014 im Minutentakt

Live aus dem Festzelt: Ein Ticker zur Nachlese.

von Nicole Kolisch

Am 18. Oktober 1954 erschien die erste Ausgabe des KURIER, am Freitag feierte die Tageszeitung ihren 60. Geburtstag. Zu diesem Anlass öffnete das Medienhaus seine Türen für die Leser und lud Prominenz aus Politik, Kultur, Medien und Sport zu Diskussionsrunden ein. Am Leoplold-Ungar-Platz prasselte der Regen auf das Dach des Festzeltes, war aber Dank der guten Stimmung rasch vergessen. "Wir kuscheln jetzt einfach" raunte KURIER-Sex-Kolumnistin Gabriele Kuhn dem Publikum zu.

Alles rund um den KURIER-Tag finden Sie auf kurier.at/thema/kurier-tag-2014 gesammelt, den Ticker zum Fest lesen Sie ab hier.

Der KURIER-Tag 2014 im Minutentakt

Dieter Chmelar, Anekdoten-Schleuder und notorischer Überzieher sämtlicher Zeitrahmen, wurde aus gutem Grunde ans Ende des Programms gesetzt. Er darf jetzt überziehen solange er will - "Oder musst du einen Zug erwischen?" fragt er Martina Salomon. Das Publikum hat es nicht eilig und freut sich über die Chmelar'sche Entfesselung.

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Wir hoffen, Sie hatten auch Ihre Freude am KURIER-Tag. Eine Zusammenfassung lesen Sie am Wochenende im KURIER, einen Mitschnitt finden Sie demnächst auf KURIER.at.

Wir gehen jetzt auch noch ein wenig feiern. Und dann wieder zurück ins Stammhaus, um ab morgen wieder das zu tun, was wir die letzten 60 Jahre schon mit großer Freude gemacht haben: Ihre Tageszeitung. Wie das geht, sehen Sie übrigens unten.

24 Stunden KURIER

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Zur Abrundung des Abends gibt es Lesungen beliebter KURIER-Autoren und -Autorinnen.

Zum Nachlesen finden Sie hier die Texte von:

Guido TartarottiBirgit BraunrathDieter Chmelar

Schneckerl!

Der war auch einmal KURIER-Kolumnist. Wußten Sie das?

Man plaudert, über sein Fußball-Debut, über seine Kolumne, über die Schande von Gijon, über Córdoba, über Jahrhundertfußball.

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Prohaska: "Die jungen Leute kennen mich nur noch aus der Kelly's Werbung. Die wissen gar nicht, dass ich einmal Kicker war. Die sehen auch nur meine jetzige Haarpracht und verstehen gar nicht, wieso ich den Spitznamen Schneckerl habe. Aber ich hab leider den Fehler gemacht und bin elf Jahre Trainer gewesen - da gehen sie Dir g'schwind aus!"

Bundesminister Brandstetter über die Missstände im Strafvollzug: "Wir haben ein höchst unterschiedliches Niveau im Strafvollzug. Wir haben sehr engagierte, gute MitatrbeiterInnen, aber wir haben eben auch massive Schwachstellen. Und das zu ändern, wird länger dauern. Vor allem, wenn man weiß, wie lange in Österreich Veränderungen im öffentlichen Dienst dauern. Das ist eine massive Baustelle und es wäre eine Illusion zu glauben, das wird schnell gehen..."

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"In Anbetracht der Rahmenbedingungen steht die österreichische Justiz nicht schlecht da. Auch im internationalen Vergleich." Wichtig sei indes, die Ausbildung – etwa der Staatsanwälte – zu verbessern.

Brandstetter zur Strafrechtsreform: "Ich bin sehr optimistisch, da es breiten Konsens in allen Parteien gibt. Wir werden auch ganz neue Tatbestände schaffen, für die es Bedarf aber bislang keinen gesetzlichen Rahmen gibt, zum Beispiel Cyber Mobbing."

Ebenfalls auf der Agenda steht: "Eine Nachschärfung des Verhetzung-Paragraphs – aus guten Gründen. Und eine lang überfällige Modernisierung des leidigen Landfriedensbruch-Paragraphs."

VÖZ-Präsident Thomas Kralinger spricht den Justizminister auf das Thema Leistungsschutzrecht an. "Da ist kurzfristig mit nix zu rechnen. Tut mir leid", sagt Brandstetter. "Je länger die Diskussion dauert, desto komplexer wird sie. Das ist fast so etwas wie ein Graben zwischen den Generationen."

Hier übrigens noch einmal der Hinweis auf unseren Live-Stream und – zwecks Orientierung – der Rest des Programmes.

Ab 16:30 KURIER-Tag / Nachmittag
16:30 – 16:45 BM Wolfgang Brandstetter
16:45 – 17:10 Wolfgang Winheim im Gespräch mit Herbert Prohaska
17:10 - 18:00 Lesungen der KURIER-AutorInnen Dieter Chmelar, Guido Tartarotti, Birgit Braunrath

Auftritt: Kultur

Gert Korentschnig, Leiter der Kultur-Ressorts, begrüßt Schauspieler Michael Heltau und die Salzburger Festspiel-Intendantin Helga Rabl-Stadler auf der Bühne. Beide bringen ihre Freude über die Bestellung der neuen Burg-Chefin Karin Bergmann zum Ausdruck. Rabl-Stadler: "Sie ist Insider, aber ein Insider, der mit niemandem verhabert ist. Das ist ja immer die große Gefahr! Man darf nicht das Instrument der dort Tätigen sein, sondern ein Förderer der größten Talente."

Rabl-Stadler weiter: "Man hat als Frau immer noch mit einem immensen Misstrauens-Polster zu kämpfen. Bergmann soll jetzt die Freude auskosten, so intensiv es nur geht – damit sie für die Unbill gewappnet ist, die sie noch erwartet." Dennoch: Der Manager der Zukunft müsse "just like a woman" sein, denn wer den Sonntagsmittagstisch schupfen könne, inklusive pubertierender Kinder und grantiger Schwiegermutter, für den sei das Burgtheater wohl eine "g'mahte Wies'n".

Auch Heltau sieht, dass Frauen im Kulturbetrieb viele Hindernisse in den Weg gestellt werden. Man müsse "von den Frauen diesen Druck nehmen, dass sie sich gegen einen Mann beweisen" müssen. "Nein", meint Heltau, "Sie müssen sich nicht gegen einen Mann, sondern in einer Position beweisen."

Helga Rabl-Stadler erinnert sich an ihre eigene Zeit als erste Innenpolitik-Kolumnistin des Landes und Redakteurin beim KURIER (unter Chefredakteur Hubert Feichtlbauer). Ihr Chef hätte "viel mitgemacht" mit ihr, meint sie.

Theatergeschichten

Schöner Moment. Heltau über sein erstes Engagment am Burgtheater: "Es hat mir nicht so imponiert wie andere geglaubt haben, dass es mir imponiert hätte."

Als er als junger Schauspieler vom Burgtheater weg ging, habe man ihm gesagt: "Wenn du von einem solchen Theater weggehst, dann kommst du nie wieder zurück." Darauf Heltau: "Das muss man riskieren." Gerade als junger Mensch sei die Gefahr sehr groß, dass man ein "Möbel wird und irgendwann im Eck steht. Erst ein begehrtes Möbel, dann eines, von dem keiner mehr weiß, warum man dieses Möbel eigentlich hat. Ich wollte nie so ein Möbel werden."

Gert Korentschnig verliest das Theaterprogramm der Salzburger Festspiele aus dem Gründungsjahr des KURIER. Korentschnig: "Da rinnt einem ja das Wasser im Mund zusammen!" – Helga Rabl-Stadler: "Bei den Namen schon. Bei den Intrigen nicht. Denn das muss furchtbar gewesen sein. Ich ziehe aus diesem Gedanken immer Kraft für die Bewältigung der Gegenwart."

Schönes Schlusswort von Rabl-Stadler zur Beziehung zwischen Journalisten und Schauspielern: "Kinder, entspannt's Euch!"

Zwischendurch

Falls Sie sich immer schon gefragt haben, wie es bei uns im Newsroom zugeht, aber heute leider keine Zeit haben, eine der vielen KURIER-Führungen mitzumachen. Hier einmal ein 15-Sekunden-Clip.

Up next: Doris Knecht

"Ich habe ja mit Klauen und Zähnen gekämpft, dass ich nicht nach den beiden lesen muss, weil die sind so lustig. Und meine Kolumnen sind ja nicht so lustig. Aber jetzt weiß ich, was ich hätte lesen sollen: Meine Paradeiser-Kolumnen! Weil jetzt haben mir so viele Leser ihre Paradeiser-Fotos gezeigt, nur um mich zu demütigen..."

Tut sie aber nicht. Sie liest aus ihrem aktuellen Buch "Besser" (erschienen bei Rowohlt).

Momenterl... Paradeiser? Demütigungen? Ist da etwa das Wort "Paradeiser-Grenze" gefallen? Falls Sie jetzt nicht wissen, wovon die Rede ist: hier eine von Doris Knechts notorischen Paradeis-Kolumnen.

Paaradox

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Sie: "Manchmal bedaure ich, keinen Ehevertrag zu haben. Weil ich darin wesentliche Punkte verankert hätte. Etwa: „Hiermit vereinbaren wir, niemals gemeinsam zu IKEA zu fahren. Dies gilt, bis dass der Tod uns scheide."

Er: "Ehrlich: Ich finde das Bastel-it-yourself-Prinzip toll. Und wer noch nie in seinem Leben von der schwedischen Ideenwerkstatt profitiert hat, der werfe den ersten Elch. Das Problem ist also nicht das Möbelhaus. Das Problem bin ich im Möbelhaus."

Nachzulesen hier:

In eigener Sache

Ankica Nikolic (Immo) und Martin Kubesch (FREIZEIT) stellen ihre Magazine vor und verraten, was sie in Zukunft vorhaben.

Kubesch bezeichnet sich als "Frischling am KURIER-Dampfer" und bedankt sich für die Liebe und den Vertrauensvorschuss, den er als neuer FREIZEIT-Chefredakteur bei den Lesern genießt. Er möchte "aus der FREIZEIT das machen, was sie immer schon war: das schönste Magazin am Wochenende".

Mehr über die unterschiedlichen Produkte des KURIER Medienhaus lesen Sie hier.

Es wird anekdotisch.

Die KURIER-Kolumnisten Karl Hohenlohe und Georg Markus tauschen ihre Erfahrungen aus. Es fehlt eigentlich nur noch ein Verlängerter und eine Esterhazy-Schnitte, um die Anmutung von Wiener Kaffeehaus perfekt zu machen, die sich hier gerade im Zelt ausbreitet.

Kann sich eine Anmutung ausbreiten? Was sagt Sprachpolizist Guido Tartarotti wohl dazu? Egal. Kaffee ist naämlich ein wunderbares Stichwort: Ihre Ticker-Schreiberin holt sich jetzt einen solchen. Mit gutem Gewissen, denn: die Herren Hohenlohe und Markus muss man ohnedies live erleben. Oder in ihren eigenen Worten nachlesen. Zum Glück gibt es da unzählige Bücher. Hier zum Beispiel.

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Fragen aus dem Publikum

...zur kalten Progression. Schelling: "Ich bin sieben Wochen im Amt und bin sieben Monate gealtert. Wir versuchen dzt. über eine neue Tarifstruktur das Problem der kalten Progression anzugehen - wir haben viele Vorschläge da, vom ÖGB über den Seniorenbund bis zur Industriellenvereinigung. Wir prüfen diese Vorschläge und verhandeln das bis zum 17. März. Der Knackpunkt ist: Die politischen Vertreter müssen sich auf eine Gegenfinanzierung einigen. Das wird nicht so einfach. Eine Koalition ist wie eine Ehe: Man muss sich einigen. Manche sagen ja: In einer Ehe geht es darum, gemeinsam Probleme zu lösen, die man alleine gar nicht hätte.

Wenn wir es schaffen, eine Einigung bis zum 17. März zu erzielen, dann muss es an die legistische Umsetzung gehen. Das heißt, es geht durch's Parlament. Das kann durchaus einige Monate dauern.

Wir überprüfen aber auch gemeinsam, ob es Maßnahmen gibt, die man vorziehen kann - und welche Maßnahmen wohl erst 2016 kommen können."

....zur Hartwährung. Schelling: "Der Euro ist eine der härtesten Währungen überhaupt und diese Härte des Euro hat uns auch schon vor vielem geschützt. Ich bin nicht dafür, dass uneingeschränkt ABS-Papiere von der EZB gekauft werden. Das entscheidet aber der Gouverneursrat. Ich bin aber nicht dafür, dass aus der guten EZB eine Art Schrottbank wird. Da wird auch ein Herr Draghi nicht uneingeschränkt agieren können." (Mehr zum Thema: hier nachlesen.)

Neue Gäste: Zu Erwin Pröll kommen nun die Minister Hans Jörg Schelling und Rudolf Hundstorfer auf die Bühne. Wird jetzt das Budget beschlossen? Schelling winkt ab. Das wird noch dauern.

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Es herrscht große Harmonie am Podium. Wir freuen uns schon auf einen Leitartikel von Josef Votzi dazu ;-)

Jetzt am Podium: Matthias Strolz und Erwin Pröll.

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Dompfarrer Toni Faber (sehr heiser heute): "Die derzeitige Kirchenlinie in Rom überholt mich weit links. Der Heilige Vater ist ein Mann, der Dinge beim Namen nennt, für die man früher auf den Scheiterhaufen gekommen wäre. Ich bin ganz froh, dass wir in Wien schon ein paar Dinge umsetzen konnten, die er in Argentinien auch umgesetzt hat."

(...)

"Ich hab ja gottlob nicht so viele Chefs. Nur den lieben Gott, den Heiligen Vater und den Kardinal. Letzterer ruft mich schon manchmal an und fragt, 'War das jetzt nötig?' - Aber ich bin lieber nahe an der Gemeinde dran, an dem, was die Menschen bewegt. Ich kann mit Scheinheiligkeit nichts anfangen."

Martina Salomon: "Kann man sagen, sie genießen eine gewisse Narrenfreiheit?"

Faber: "Das würde mein Kardinal wohl auch so sehen. Aber wir haben uns die Aufgaben ganz gut aufgeteilt, denke ich. Er ist für die ganz gescheiten Dinge zuständig, für die hoch-theologischen. Ich für alles, was mehr mit Gesellschaft zu tun hat."

(...)

Faber: "Ich bin begeistert, dass wir in der Kirche uns nicht mehr für den Papst entschuldigen müssen, wie das früher oft der Fall war. Auch die Bischöfe werden eine neue Sprechweise lernen müssen. Man kann nicht mehr sagen: 'Du bist schwul, du hast in der Kirche nichts verloren.' Man wird künftig sagen: 'Du bist schwul – na und? Du bist ein liebevoller Familienvater. Das ist es, was zählt.' Natürlich gibt es ein christliches Familienideal, nach dem wir streben, aber das darf nicht bedeuten, alle auszuschließen, die dieses Ideal nicht leben."

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Pammesberger on stage

Brandstätter: "Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie man so zeichnen kann. Ich kann nicht einmal nicht zeichnen."Pammesberger: "Ich hingegen kann mir nicht vorstellen, wieso man nicht zeichnen kann. Wenn ich als Kind ein Krokodil gesehen habe, dann hab ich halt ein Krokodil gezeichnet und nicht verstanden, wieso man da kein Krokodil zeichnet. Und dann hab ich das eben zum Beruf gemacht. Und zeichne jetzt Krokodile und Indianer. (...) Irgendwann schaut jeder so aus wie er ist. Und davon leben wir Karikaturisten."

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Niavarani kritisiert Brandstätter: "Wie kann man so eine Frage stellen? Wie kann man jemanden, der etwas kann, fragen, warum er das kann. Das ist ja, als ob Sie Jesus fragen würden, warum er übers Wasser gehen kann. Was soll er denn da sagen? 'Heast, Oida, ich bin Gottes Sohn. Ich kann das halt.' Über so Fragen wunder ich mich echt immer. Ich mein, wie lange machen Sie solche Interviews eigentlich schon?"

Niavarani schlägt auch ernstere Töne an: "Ich weiß nicht, wer es gesagt hat, aber: Wir Menschen sind keine Tiere mehr, aber noch keine Engel. Es liegt an uns, zu entscheiden, in welche Richtung wir gehen."

Michael Niavarani meldet sich als Halb-Iraner und Halb-Moslem zu Wort. ("Wie kann man Halb-Moslem sein?" fragt Brandstätter. Niavarani: "Sie haben nicht alles weggeschnitten.")

Niavarani: "Die Philosophen der Aufklärung haben Zeit ihres Lebens dafür gekämpft, dass wir heute hier in einem Zelt eine Zeitung feiern können, die schreiben darf, was sie will. Diese Aufklärung fehlt dem Islam noch. Dass das noch kommt, wünsche ich mir."

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Brandstätter zum gerade eingetroffenen Toni Faber: "Du kommst ein paar Minuten zu spät. Wir haben grad ganz schlechte Witze über die Kirche gemacht. Und ich entschuldige mich nicht dafür. Also ich war ja ernst, wie es meine Art ist, aber..." – Niavarani: "Ah jetzt bin ich wieder schuld?"

Brandstätter zu Niavarani: "Hast du Aktien?" – Niavarani: "Nein, weil es interessiert mich nicht. Wo doch ich schon nicht arbeiten will, mag ich es meinem Geld auch nicht antun, dass es arbeitet. Das soll ruhig faul am Konto liegen bis ich es versaufe."

Thema: Social Media

Heinz Fischer: "Von meinem Geburtsjahrgang her bin ich sicher kein Pionier der neuen Medien. Als Wissenschaftsminister habe ich mich natürlich schon damit auseinandergesetzt. Wir haben über 52.000 User, wir kommunizieren mit den Jungen über soziale Medien. Das funktioniert schon gut. Ob ich das besser mache als der Bundeskanzler möchte ich jetzt nicht beurteilen..."

Salomon: "Also die Marke #HeiFi funktioniert?"

Fischer: "#HeiFi ist super!"

Portisch: "Ich nutze Facebook und Twitter erst seit es das Tablet gibt. Das über den Computer abzuwickeln, war mir immer zu mühsam. Und meistens überlasse ich das kommunizieren denen, die das besser können, aber man muss natürlich informiert sein. Ab und zu habe ich die Gelegenheit, mich auf Twitter an Diskussionen zu beteiligen."

Heinz Fischer: "Die Wahrheit ist, dass wir beide miteinander telefonieren und ab und zu gemma essen."

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Publikumsliebling Michael Niavarani trifft im Zelt ein. Er wurde von der Chefredaktion vorab um eine Blattkritik gebeten. Da freuen wir uns schon drauf. Aber: Ob er die Zuschauer so zum Schmunzeln bringt wie der Bundespräsident?

Unsere Leser beim KURIER-Tag

Auch der strömende Regen, der auf das Dach des Festzeltes prasselt, hält unsere Leser und Leserinnen nicht vom Besuch der Veranstaltung ab.

Und es werden Fragen ans Podium gestellt. "Ich habe ein sehr angespanntes Verhältnis zu den Wiener Sängerknaben und ich möchte vom Herrn Bundespräsidenten wissen, ob ich auswandern oder hier bleiben soll." (Ja, LeserInnen sind oft für Überraschungen gut. Jetzt warten wir gespannt, was Heinz Fischer darauf antworten wird.)

Auf die Frage der mangelhaften Gesprächskultur in der Politik meinen sowohl Fischer, als auch Portisch, dass die Erinnerung verklärt. Die Diskussionen wären früher auch sehr heftig gewesen ("Da sind Tintenfassln geflogen!"). Fischer räumt indes ein: "Es war früher auch nicht besser, aber wenn sie sagen, es ist heute noch nicht gut genug, dann stimmt das sicher."

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Kurt Berger, Julia Schrenk und Monika Payreder…

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Prominente Gäste beim KURIER-Tag

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Ehemalige KURIER-Chefredakteure: Franz Fedinand Wo…

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KURIER…

Heinz Fischer: "Dem KURIER geht's gut, das freut mich. Dem Bundespräsidenten geht's auch einigermaßen gut." Er gibt zu: Das Rundfunkvolksbegehren habe er seinerzeit nicht unterschrieben, weil er sich "über die Art der Freiheit der 'freien Medien' nicht ganz im Klaren" war.

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Frage an die Chefredakteursrunde: Was waren die Highlights Ihrer Zeit beim KURIER?

Hugo Portisch erzählt vom Rundfunkvolksbegehren und seiner Bedeutung für die Demokratie in Österreich. Mehr zum Thema finden Sie hier.

Portisch zu Salomon: "Müssen Sie mich immer unterbrechen?" - "Das ist eben die Aufgabe der Moderatoren" - "Ja, das müssen Sie, sonst red ich immer zu lang..."

Franz-Ferdinand Wolf über sein persönliches Highlight, die Wende 1989: "Es war eine welthistorisch interessante Zeit. Die Welt wurde neu geordnet. Unser Beitrag: Zu informieren, teilweise auch in Landessprache."

Feichtelbauer: "Wir haben ein Signal dafür gesetzt, die fremde Meinung zu achten. Wir haben regelmäßig versucht, politische Parteien zu Wort kommen zu lassen. Alle Zeitungen, die heute auf Qualität achten, geben heute andersdenkenden, die der Linie der Zeitung widersprechen, Raum, ihre Meinung zu publizieren." Das sei ein Eckpfeiler jeder Demokratie.

Kotanko: "Innenpolitisch war das größte Ereignis zu meiner Zeit die schwarz-blaue Wende. Da war unser Motto: Immer dabei sein, nie dazu gehören."

50 Jahre Rundfunkvolksbegehren

Rundfunkvolksbegehren

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Gerne erzählt Hugo Portisch wie es kam, dass er 1954 beim KURIER anheuerte. Der junge Journalist, damals im diplomatischen Dienst in den USA, erhielt ein Telegramm aus Wien mit den Worten: „Schon die Türken fanden, daß es sich auszahlt, von weit her zu kommen und Wien zu erobern. Machst Du mit?“ Absender: Hans Dichand, Chefredakteur des neu gegründeten KURIER. Portisch antwortete noch am selben Tag: „Bin Türke. Komme.“

Nächster Programmpunkt: Runde der ehemaligen Chefredakteure.

"Die freie Presse kann gut - und die freie Presse kann schlecht sein. Aber eine Zeitung ohne Freiheit ist immer schlecht", zitiert Hubert Feichtelbauer.

Christoph Kotanko: "In Zeiten der Demokratieverdrossenheit und der Wahlmüdigkeit halte ich den Kampf für die Demokratie für die wichtigste Aufgabe."

Helmut Brandstätter: "Der zweite US-Präsident hat einmal gesagt, wenn er sich entscheiden müsse, in einem Land ohne Regierung oder in einem Land ohne Medien zu leben, würde er sich für ein Land ohne Regierung entscheiden. Dem kann ich mich nur anschließen. Ich möchte nicht in einem Land ohne Medien leben. Gerade ein Land wie Österreich braucht eine starke Kontrollfunktion durch die Medien. Aber: Auch Journalisten müssen kontrolliert werden. Das sieht man heute mehr denn je."

Hugo Portisch: "Wir hatten beim KURIER früher ein kleines Kammerl, in dem der Dichand und ich drin gesessen und uns gerade einmal umdrehen konnten. Aber wir mussten trotzdem täglich eine Zeitung machen." - Brandstätter: "Was war die größte Herausforderung für einen jungen Journalisten damals?" - Portisch: "Die größte Herausforderung war, ÜBERHAUPT eine Zeitung zu machen."

Tipp: Ein dreiseitiges Interview mit Hugo Portisch finden Sie übrigens am Sonntag im KURIER.

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Nächster Gast: Gabriela Moser am Podium. "Der KURIER war bei uns immer im Briefkasten und mein Vater las begeistert den Sportteil. Was blieb mir da noch übrig? Der Politikteil. Ich war daher immer top informiert in der Schule. Ich war informiert – aber ohne etwas zu verstehen. Und das Lob, das mir mein Wissen ohne Verständnis eingebracht hat, hat mich dazu angestiftet, mich tatsächlich immer mehr für Politik zu interessieren. Dadurch war mein Weg de facto vorgezeichnet."

Wird es einen U-Ausschuss als Minderheitenrecht geben? "Ich sehe da eine Morgenröte" sagt Gabriela Moser. "Ja" sagt Sonja Steßl. In diesem Punkt sei man sich einig.

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Ob Sonja Steßl manchmal lieber mit den Grünen regieren würde, will Martina Salomon wissen. "Was wollen Sie jetzt von mir hören?" sagt Steßl und betont den bestehenden Koalitionsvertrag. "Das war jetzt die Politikerantwort", kontert Martina Salomon, "Welche Antwort kommt aus ihrem Herzen?" – Steßl: "Aus meinem Herzen kommt ganz viel. Aber Sie haben mich hier ja als Politikerin eingeladen."

Applaus und Gelächter im Publikum.

Auch im KURIER war Bildung immer schon ein wichtiges Thema. Kennen Sie unsere Aktion Lernhaus?

Das Lernhilfeprojekt "Aktion Lernhaus" von KURIER Aid Austria, bietet kostenlose Unterstützung für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 15 Jahren. In Kleingruppen und ohne Druck soll den Kindern mit speziellen Übungen und Spielen beim Lernen geholfen werden. Betrieben werden die Lernhäuser vom Österreichischen Roten Kreuz.

Zeit für Zuschauerfragen an die Politikerinnen am Podium. "Wieso wird immer auf die Lehrer losgegangen? Wieso wird immer bei den Lehrern gespart?"

Heinisch-Hosek: "In diesem wunderbaren Ressort ist das Geld ein wenig knapp. Das geb ich zu. Aber das heißt nicht, dass irgendein Lehrer sein Gehalt nicht kriegt. Das garantiere ich Ihnen. Im Moment leihe ich es mir von der BIG, aber wir arbeiten daran, dieses strukturelle Defizit in den Griff zu kriegen. Wir kriegen immer ein bissl zu wenig von der Finanz." Aber: "Ich bin selber 18 Jahre in der Klasse gestanden. Ich würde nie auf Lehrer losgehen. Ich bin selber eine von Ihnen. Ich würde meine eigenen Kollegen und Kolleginnen niemals schlechtreden." Ein Problem sei, dass die Länder jedes Jahr Dienstposten überziehen, die dann der Bund zahlen müsse. Heinisch-Hosek: "Die leidige Verwaltungsfrage – Wer macht's günstiger? Wer macht's besser? – muss endlich mal beendet werden."

Dennoch: Die Geldfrage sei nicht das wichtigste, sie müsse gelöst werden, aber "das wichtigste ist, dass die Kinder nicht leiden." Heinisch-Hosek: "Die Bildungsreform ist inhaltlich wichtiger als die Frage, was auf einem Gehaltszettel steht."

Sie spricht sich für eine zentrale Verwaltung der Schulen bei gestärkter Schulautonomie aus.

Ein bißchen Nostalgie darf sein anlässlich des Geburtstages. "Ich habe ja noch die große Zeit des Bleisatzes erlebt. Eine schöne, große Zeit" sagt ein ehemaliger KURIER-Mitarbeiter.

Bundeskanzler Faymann lässt sich entschuldigen. Er trifft den russischen Präsidenten Putin gerade in Mailand. "Da sind wir ihm nicht böse, dass er uns versetzt", sagt Martina Salomon. Aber der Kanzler hat Vertreterinnen geschickt: Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Staatssekretärin Sonja Steßl diskutieren am Podium mit Helmut Brandstätter.

"Frau Bundesministerin, wenn Sie den KURIER in die Hand nehmen - welche Seite lesen Sie da zuerst?" - Heinisch-Hosek: "Die Seite 2, denn im besten Fall komme ich dort vor." - Martina Salomon: "Auch das eine oder andere Mal auf der Titelseite. Aber nicht immer nur mit positiven Geschichten. Stichwort: Bildungsmisére..."

Brandstätter interessiert sich für das Leseverhalten der beiden Politikerinnen. Heinisch-Hosek outet sich als Print-Konsumentin ("Ich lese schon gern auf Paper. Ich hab den KURIER am Abend im Auto liegen"). Im Gegensatz dazu liest Steßl gerne online, unterwegs am Handy etc.

Martina Salomon: "Es weiß vermutlich niemand genau, was alles in ihr Ressort fällt, Frau Staatssekretärin. Aber ich habe mir sagen lassen, dass zu ihrem vielfältigen Aufgabenbereich auch die Cyber-Kriminalität zählt. Das interessiert uns natürlich besonders. Können Sie uns verraten, was Schreckliches passieren kann, wenn man KURIER.at am Handy liest?" Es ist bereits jetzt klar: der Wandel in Medienproduktion und -rezeption wird heute noch oft ein Thema sein. Ist letztlich auch eines, das (nicht nur) unsere Existenz derzeit bestimmt.

Stichwort: Bildung

Soll die Sonderschule abgeschafft werden? "Manche Schultypen werden immer nötig sein", sagt Heinisch-Hosek, "Es gibt Kinder mit ganz speziellem Förderbedarf." Aber die müssten nicht unbedingt im Klassenverband gefördert werden, sondern es wäre auch Unterricht in Kleingruppen denkbar. Was auf jeden Fall ein großes Thema ist - sowohl für Heinisch-Hosek, als auch für Steßl - die "Verwaltungsaufgaben von den Schultern der Lehrer nehmen. Daran arbeiten wir gerade." Da sei aber auch schon viel gesehen.

Martina Salomon: "Der KURIER ist ja vor kurzem übersiedelt. Das war eine große logistische Herausforderung. Wir erscheinen ja nur drei Tage im Jahr nicht. Wie übersiedelt man so ein riesiges Unternehmen?"

Geschäftsführer Thomas Kralinger: "Sehr schnell!"

Zeit für ein Video. Auch bei Ihnen zuhause.

Es geht um das Medienhaus. Was bringt dem Leser das? "Es führt uns in die Zukunft", sagt Online-CR Christian Skalnik, "Es geht darum, jeden Menschen dort zu erreichen, wo er uns lesen will." Geschäftsführer Thomas Kralinger spricht die neuen Plattformen events.at und film.at an.

Außerdem kommt Rudolf Cijan auf die Bühne, der längstdienende Redakteur des KURIER, der erst gestern seinen Abschied in die wohlverdiente Pension feiern durfte - nach 51 Jahren im Haus.

"Wenn alle so hackeln würden wie der Kollege Cijan, bräuchte es keine Pensionsreform", sagt CR Helmut Brandstätter. Und weiter: "Jeder, der im Journalismus arbeitet, weiß, dass das nicht alleine geht. Ich kann mich nur bedanken, bei allen die hier täglich dafür sorgen, dass die Information zum Leser gelangt - wo immer und wann immer, er sie konsumieren will."

Es geht los! Es regnet in Strömen, aber das Festzelt ist voll. Martina Salomon begrüßt die Gäste, vor allem "die Leser, die im Mittelpunkt stehen heute".

Auf die Bühne kommt auch Herr Böller, ein Leser der ersten Stunde, der den allerersten KURIER mitgebracht hat, der je erschienen ist - eine 60 Jahre alte Ausgabe.

Helmut Brandstätter: "Warum haben Sie eigentlich von Anfang an den KURIER gelesen?" – Herr Böller: "Das weiß ich eigentlich nicht." – "Ähem, das war nicht so gut. Das probieren wir gleich noch einmal. Warum haben Sie eigentlich von Anfang an den KURIER gelesen?" - "Na weil es eine Super-Zeitung ist! Aber meine Frau liest die Krone, die ist da genauso fanatisch drauf, wie ich auf den Kurier." – Brandstätter: "Also eine große Koalition zuhause."

Auch Eigentümer Christian Konrad wird gefragt, seit wann er eigentlich den KURIER liest. "Seit ich denken kann. Naja, eigentlich seit ich lesen kann." Ob er denn immer zufrieden sei, will Martina Salomon wissen. Konrad: "Manchmal steht etwas Falsches drin. Da bin ich dann nicht zufrieden. Wenn z.B. steht 'Ein Hirsch wurde überfahren' - und dann war's ein Rehbock. Da hab ich schon mal Biologieunterricht für die Redaktion angeboten. Aber sonst denke ich, es arbeitet hier die vermutlich beste Redaktion des Landes."

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