Ob Kekse, Zwetschkenfleck oder Cappuccino mit Mandelmilch – Barbara Kaudelka kann kaum einem Angebot in der „Simply Raw Bakery“ widerstehen.

© KURIER/Jeff Mangione

Rohkost
12/28/2014

Cooler Cop steht auf kalte Küche

In der "Simply Raw Bakery" ist nur die Milch heiß. Genau richtig für TV-Polizistin Barbara Kaudelka.

von Anna-Maria Bauer

Wer würde es denn nicht tun? Auch in den Drehpausen noch die Polizeiuniform anlassen und ein bisschen länger Polizist spielen. CopStories-Neuzuwachs Barbara Kaudelka konnte der Versuchung jedenfalls nicht widerstehen (Ebenso wenig wie den Weihnachtskeksen in der Simply Raw Bakery übrigens). Alle Gefoppten wurden im Nachhinein aber natürlich aufgeklärt.

Jedenfalls war der Dreh der dritten Staffel, bei dem Kaudelka erstmals in der TV-Serie mitwirkt, für die 33-Jährige "eine geile Zeit". Apropos geil. So schmeckt nämlich der Zwetschkenfleck, den sie gerade isst. Obwohl der nicht einmal gekocht wurde. Muss man bei einem Teig aus Datteln und Nüssen auch nicht und ist in der "Simply Raw Bakery" nicht weiter ungewöhnlich. Heiß ist hier einzig die hausgemachte (Mandel-)Milch für Kaudelkas "Kaffeetschi".

Quereinsteigerin

Als langjährige Rohkost-Liebhaberin hätte sich Kaudelka prinzipiell auf jedes Wiener Rohkost-Lokal gestürzt. Dass die "Simply Raw Bakery" auch noch so unglaublich gemütlich und niedlich ist, erleichtert den Entschluss, es zum neuen Lieblingslokal zu machen, jedoch. Seit die ehemalige Managerin und Neo-"Raw Food"-Chefin Gabriele Danek im April das Lokal in der Drahtgasse 2 (1. Bezirk) geöffnet hat, ist Barbara Kaudelka jedenfalls Stammgast.

Zumindest als Privatperson. Als toughe Polizistin eher weniger. Schließlich ist es Kaudelkas Ziel, zu Wiens coolsten Cops zu gehören. Also hat sie sich nicht nur mit "echten" Polizistinnen über die Arbeit in dem (noch) männerdominierten Beruf unterhalten, sondern auch ein Nahkampf- und ein Schusswaffentraining absolviert. Ein bisschen Kriminal-Erfahrung hatte sie ja auch schon. Gut, vielleicht weniger in der siebenteiligen Serie "Janus". Als Leiche gibt eben auch nicht so viel zu tun. Ein bisschen aktiver war die Wienerin in der Hollywood-Produktion "Covert Affairs".

Rohkost-Mekka

Praktischer Nebeneffekt: Im Rohkost-Mekka L.A. gibt es 50 Lokale die sich auf diese Kost spezialisiert haben. Aber trotz des Trendgeber-Landes Amerika, war Kaudelka es, die ihren Schauspiel-Kollegen Piper Perabo und Simon ("der mit diesem köstlich britischen Humor") Kassianides ihr Apfelstrudel-Rezept verraten hat.

Allzu viel zum Kochen kommt Kaudelka derzeit aber gar nicht. Da ist einerseits ihre Arbeit als Werbesprecherin. Dann steht sie im Theater auf der Bühne. Und auch ihr nächstes TV-Projekt steht schon fest: Ein Roadmovie in Schottland. Gemeinsam mit dem gebürtigen Afrikaner David Wurawa (der Pfarrer aus "Braunschlag"). Der neue Film trägt den T-Shirt-würdigen Titel: "There Are No Kangaroos in Austria".

Simply Raw Bakery
Angebot: Cupcakes, Cookies oder das Bananenbrot sind nicht nur roh, sondern auch vegan und ohne Zucker.
Preise: Qualität hat seinen Preis. Cappuccino mit Mandelmilch 4,20€; Smoothies 5,90€.
Workshops: Beim „After Work“ wird das eigene Dinner vorher gemeinsam zubereitet (75€), Basic-Workshop: vier Stunden, 115€.

Ob Pizza oder PilzRAWgout: Die Bundeshauptstadt isst roh

Thaicurry, Falafel oder Cheesecake sind in Wien prinzipiell keine ungewöhnlichen Gerichte. Wenn für diese Speisen aber nicht einmal der Herd aufgedreht werden muss, dann macht das vielleicht doch stutzig. Bei Dancing Shiva Superfoods (7., Neubaugasse 58) ist aber genau das der Fall.

Nicht höher als 42 Grad. So lautet die Grundregeln für die Speisenzubereitung bei Superfoods. Die kalte Ernährungsweise nennt sich Rohkost und kommt, wie so viele Trends, aus Amerika. 42 Grad sei nämlich jene Temperatur, bei der hitzeempfindliche Vitamine und die meisten Enzyme zerstört werden. Immerhin vier Restaurants in Wien haben sich bereits dieser Kost verschrieben. Für die Gerichte werden sogenannte Superfoods verwendet. Dem Wörterbuch zufolge sind das nährstoffreiche Lebensmittel, die für Gesundheit und Wohlbefinden besonders förderlich erachtet werden. Neben der Simply Raw Bakery (siehe Hauptartikel) ist das zum einen das bereits erwähnte Superfoods, bei dem es nicht nur samstags sondern auch montags einen großen Brunch gibt.

Auf der anderen Seite der Mariahilfer Straße, in der Otto-Bauer-Gasse 11, befindet sich der Raw Shop. Die gelernte Konditorin Maja Schneid hat sich mit der kleinen Bäckerei den Traum vom eigenen Lokal erfüllt. Hier gibt es neben Schokolade aus reinem Kakao und Superfood-Smoothies jeden Tag auch ein Mittagsmenü.

Auch in der BioWerkstatt BioBistro (1., Biberstraße 22) gibt es neben einem veganen Mittagsmenü einen rohen Tagesteller. Nach Voranmeldung ist auch ein Rohkost-Frühstück (10€) oder ein dreigängiger Raw-Food-Lunch (15€) erhältlich.

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