© Wolfgang Veit

Penzing
09/15/2016

Bürgerinitiative fordert "Nachdenkphase" für Bebauung des Otto-Wagner-Areals

Aktivisten wollen mehr Kommunikation zwischen Stadt, Bevölkerung und Experten bei Flächenwidmungsplänen.

von Gabriele Scherndl

Die Bürgerinitiative "Steinhof gestalten" forderte heute, Mittwoch, bei einem Pressespaziergang auf dem Otto-Wagner-Areal eine "Nachdenkphase" für ein Nutzungskonzept des Gebiets. Hintergrund der Forderung ist ein jahrelanger Streit: Auf dem Gelände sollen Wohnungen des Bauträgers Gesiba entstehen – 600 waren einst geplant, mittlerweile redimensionierte man auf 220. Vier Wohnhäuser sollen noch heuer entstehen, sechs weitere 2018. Die Aktivisten stoßen sich seit Jahren an der "zerstörerischen Verbauung." Unter anderem, weil Grünflächen weichen müssen, die für das gesamte Ensemble wichtig sind. Die Initiative stützt sich auf Experten-Aussagen, etwa von der Kunsthistorikerin Sabine Plakholm.

Christine Muchsel, einer der Köpfe der Initiative, sagt: "Notwendig wäre ein durchdachter Flächenwidmungsplan, der eine sinnvolle Nachnutzung vorsieht, wenn das Otto-Wagner Spital geschlossen wird." Kulturelle, medizinische oder universitäre Einrichtungen wären in ihrem Sinne. Außerdem fordert die Initiative einen Dialog von Stadt, Experten und Bürgern in der Planung: "Der Erhalt von Kulturschätzen geht uns alle an", meint Christian Veit von "Steinhof gestalten".

Einige Ziele hat die Initiative bereits erreicht: Der Denkmalpflege-Beirat ICOMOS löste Anfang des Jahres "Heritage Alert" für das Otto-Wagner-Areal aus. Und bereits im Jahr 1981 wehrte man sich erfolgreich gegen die Errichtung von 820 Wohnungen auf dem Steinhof-Gelände.

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