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Chronik Wien
12/05/2011

Brauner an der Lehrlings-Hotline im KURIER

"Wir werden nicht lockerlassen": Die Vizebürgermeisterin will Lehrlingen bei der Jobsuche helfen. Unter anderem mit einer Telefon-Hotline.

von Elias Natmessnig

Mit der "Kümmer-Nummer" startete Vizebürgermeisterin Renate Brauner eine kostenlose Hotline für Jugendliche, die Fragen zu Lehre und Beruf haben. Am Dienstag war sie zu Gast im KURIER.

Wie wichtig derartige Initiativen sind, beweist ein Blick auf die Arbeitslosenzahlen. Nach wie vor suchen viele junge Menschen Arbeit. 1727 Lehrstellensuchende waren es im August 2011 in Wien, um 18,4 % mehr als noch vor einem Jahr.

"Wir werden daher nicht lockerlassen", verspricht Renate Brauner zu Beginn der Sprechstunde. Kaum gesagt, läutet schon das Telefon. Frau Baumgartner ist Pädagogikexpertin und will ihr Know-how anbieten. Kurzerhand wird ein Termin mit dem Leiter des waff (Wiener Arbeitnehmer Förderungsfonds), Fritz Meißl, notiert.

Kurz darauf kommen die wichtigeren Fragen: "Gibt es Stellen, wo Jugendliche herausfinden für welche Berufe sie geeignet sind?", will etwa Herr Kokovsky wissen. Das Stichwort für Brauner: "Unsere Kollegen von der Kümmer-Nummer haben viel Erfahrung und können sicher weiterhelfen. Einfach unter 0800 20 20 22 anrufen", antwortet sie. Infos gibt es auch auf www.kuemmer-nummer.at

Möglichkeiten

Viele Jugendliche würden gar nicht wissen, welche Möglichkeiten sie haben. "Die meisten Mädchen entscheiden sich noch immer für klassische Lehrberufe wie Bürokauffrau oder Friseurin", sagt Brauner. Dabei bräuchte die Wirtschaft dringend Fachtechnikerinnen.

Man müsse schon in der Schule ansetzen, etwa mit dem Projekt "c'mon14", das sich um Schüler kümmert, die nicht wissen, was sie wollen - Beruf oder Schule - und etwa durch Fehlstunden glänzen. Experten versuchen dann, mit dem Jugendlichen den idealen Beruf zu finden.

Warum gibt es keinen generellen Test, der schon in der Schule die Talente der Jugend ermittelt und ihnen dann Lehrberufe vorschlägt? "Ich glaube, das kann man nicht nur mit einem Test machen", sagt Brauner. Aber man müsse die Berufsorientierung in der Schule fördern, ebenso wie außerhalb der Schule. Daher investiere die Stadt auch in viele Projekte, wie etwa das Spacelab, das verwahrlosten Jugendlichen wieder eine Job-Perspektive geben soll. "Denn es ist die teuerste Variante, wenn einer schon am Anfang seiner Berufskarriere aus dem Arbeitsmarkt fliegt."

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