ARCHIV - Ein Mann betritt am Donnerstag (18.08.2011) ein Bordell in Frankfurt am Main. Zum Internationalen Hurentag am 02.06 haben sich Experten im Südwesten für schärfere Gesetze zur Prostitution ausgesprochen. Foto: Salome Roessler dpa/lhe/lsw (zu lsw «Stärkere Gesetze zur Prostitution gefordert - «Sklavenmarkt»» vom 01.06.2012) +++(c) dpa - Bildfunk+++

© dpa/Salome Kegler

Wien
08/25/2014

Bordell-Busse sorgen für Aufsehen

Der Polizei sind die Hände gebunden.

Schwarze, fensterlose Lieferwägen erregen seit Längerem Aufsehen in Wien: Die Kleinbusse sind nämlich mit knapp bekleideten Damen bedruckt und werben für ein Wiener Bordell. Geparkt an prominenten Stellen in der Stadt, werden die Busse regelmäßig mit Strafzetteln und sogar Parkkrallen versehen. Da der Zulassungsbesitzer die Strafen jedoch bezahlt, sind der Polizei die Hände gebunden.

Es gebe "keine gesetzliche Grundlage", die Busse abzuschleppen, sagt ein Sprecher der Wiener Polizei im ORF-Interview. Dabei würden sich manche Passanten ein Ende der Bordell-Busse wünschen. "Nett ist das nicht, wenn meine Kinder das sehen müssen", meint eine Passantin.

"Riesenwirbel"

Das Laufhaus, für das die Busse werben, stellt sich als besonders "exklusiv" dar. 1000 Quadratmeter groß ist das Bordell, das direkt neben dem Rathaus liegt. Außen am Gebäude gibt es kaum Hinweise auf den Bordellbetrieb. Der Besitzer des Laufhauses verteidigt seine Werbestrategie: "90 Prozent der Leute stören die Busse nicht." Der "Rest" mache einen "Riesenwirbel". Aus seiner Sicht profitiere nicht nur er, sondern auch die Stadt Wien von seinen Werbeunternehmungen. Die Stadt bekomme Einnahmen durch die Strafzahlungen, sein Geschäft profitiere von der Werbung.

Die Laufhaus-Lieferwägen sind bereits vor Wochen in Wien aufgetaucht. Anfangs noch in einer Version mit gänzlich nackten Frauen, sind die Sujets inzwischen "abgeschwächt" worden. Eines der Fahrzeuge wurde bereits beschmiert, mindestens ein anderes abgeschleppt – allerdings nur, weil es im Parkverbot hielt. In den anderen Fällen bleibt die Polizei machtlos. Passanten und Touristen werden sich mit dem Anblick der Werbebusse vorerst wohl abfinden müssen.

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