Mirsad S. ist in U-Haft.

© /Polizei

Wien
02/12/2016

Bluttat in Brigittenau: Prozess nach sieben Jahren

Nach einer blutigen Schießerei, die ein Todesopfer forderte, setzte sich der Verdächtige 2009 nach Serbien ab.

Kommende Woche wird sich ein Schwurgericht am Wiener Straflandesgericht mit der sieben Jahre zurückliegenden Bluttat beschäftigen.

Schussattentat in Brigittenau

Einem Serben wird vorgeworfen, 2009 vor einem Club in der Brigittenau einen Security-Mitarbeiter erschossen und den Lokalchef schwer verletzt zu haben. Vor der Disco in der Nordwestbahnstraße soll der Verdächtige in der Nacht auf den 19. April 2009 eine Pistole gezogen und sechs Schüsse abgegeben haben. Der 29-jährige, angeschossene Türsteher starb noch vor Ort, der zweimal getroffene Clubbesitzer schwebte einige Stunden in Lebensgefahr.

Flucht nach Serbien

Mithilfe von Aufnahmen einer Überwachungskamera konnte der Tatverdächtige schnell ausgeforscht werden. Der mittlerweile 53-Jährige setzte sich jedoch in seine Heimat Serbien ab und wurde jahrelang auf der "Most Wanted"-Liste des Bundeskriminalamtes geführt. Sein Aufenthaltsort wurde schnell ausfindig gemacht, allerdings war eine Auslieferung von Serbien nach Österreich aufgrund des Gesetzeslage nicht möglich.

Freiwillige Rückkehr nach Wien

Vergangenen Sommer stellte sich der Tatverdächtige in Wien der Polizei und sitzt seitdem wegen Verdacht des Mordes in U-Haft. Die Hintergründe der Tat sind unklar, neben einem Streit im Lokal steht auch ein Auftragsmord im Raum.

Zweitägiger Prozess

Für kommenden Mittwoch sowie den 22. Februar sind zwei Prozesstage mit zahlreichen Zeugen und Gutachtern anberaumt.

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