Chronik | Wien
05.09.2017

Auto der Wiener Bestattung verlor Sarg samt Leiche

Die Verriegelung des Laderaums war defekt, laut Sprecher war es das erste Mal, dass eine Leiche "verloren" wurde.

30.000 Fahrten werden jährlich von der Wiener Bestattung durchgeführt und noch nie hat man dabei eine Leiche "verloren" - bis zum heutigen Dienstag. Sprecher Florian Keusch bestätigte einen Bericht von heute.at, wonach gegen 11.00 Uhr in der Rosenhügelstraße in Hietzing aufgrund einer defekten Türverriegelung ein Sarg aus dem Transporter gerutscht und zerbrochen ist.

Der Fahrer, der alleine von Hietzing auf dem Weg in eine Bezirksleichenkammer in Liesing war, reagierte laut Keusch pietätvoll und richtig, indem er die Leiche in einen Sanitätssarg umbettete und den zerborstenen Holzsarg so gut wie möglich abdeckte. Die Angelegenheit war in etwa zehn Minuten erledigt, auch durch die Unterstützung alarmierter Kollegen. Der oder die Tote blieb "unversehrt". Die Angehörigen, sofern es welche gibt, würden über den Vorfall informiert. "Wir sind untröstlich, dass das passiert ist", beteuerte der Sprecher der Wiener Bestattung.

Dass die Verriegelung der hinteren Türe defekt ist, sei klar. Wieso sie versagt hat, werde nun untersucht. Auf der steilen Rosenhügelstraße wäre der Sarg jedenfalls aus dem offenen Transporter gerutscht. Dem Fahrer könne man einen technischen Defekt nicht vorwerfen.