Chronik | Wien
21.12.2017

Aus verschmähter Liebe auf Kellnerin geschossen: Sechs Jahre Haft

45-Jähriger für Bluttat vom Februar 1997 wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung verurteilt.

Ein mittlerweile 45-jähriger Mann, der in der Nacht auf den 19. Februar 1997 in einem Lokal in Wien-Landstraße aus unerwiderter Liebe auf eine Kellnerin geschossen hatte, ist am Donnerstag am Landesgericht für Strafsachen zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Die Entscheidung ist bereits rechtskräftig, Staatsanwalt Bernhard Löw und Verteidiger Rudolf Mayer waren damit einverstanden.

Die Geschworenen verwarfen mehrheitlich die auf versuchten Mord lautende Anklage. Der Schütze wurde wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung mit Dauerfolgen schuldig erkannt. Bei einem Strafrahmen von bis zu zehn Jahren erschienen dem Schwurgericht (Vorsitz: Nina Steindl) sechs Jahre tat- und schuldangemessen. Mildernd wurden die bisherige Unbescholtenheit berücksichtigt - der gebürtige Kosovare war seit der über 20 Jahre zurückliegenden Tat strafrechtlich nicht mehr in Erscheinung getreten.