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Chronik Wien

Augustin besetzt Christkindlmarkt

Die Kolporteure wollen damit gegen ein "angebliches" Verkaufsverbot auf den Wiener Adventmärkten demonstrieren.

12/05/2011, 07:42 AM

Normalerweise verkauft Hans seine Zeitungen auf der Mariahilfer Straße. Doch am Samstag wird auch er mit zahlreichen Kollegen auf dem Rathausplatz demonstrieren: "Occupy Christkindlmarkt" heißt die Protestaktion, mit der die Kolporteure der Obdachlosenzeitung ein Augustin-Verkaufsverbot auf Wiener Weihnachtsmärkten verhindern wollen (der KURIER berichtete ). "Das sind ja öffentliche Plätze. Warum sollen wir dort nicht verkaufen dürfen? Natürlich muss aber alles mit Maß und Ziel ablaufen", sagt der 46-Jährige.

"Es gibt kein Verkaufsverbot", betont Hannes-Mario Dejaco von MagMag klar. Die Eventagentur ist unter anderem für den Markt im Alten AKH zuständig. "Aber es gibt einfach so viele Leute, die Spenden sammeln wollen. Wenn gleich zehn bis 20 Augustin-Verkäufer kommen, beschweren sich die Gäste." Man habe der Zeitung deshalb angeboten, auf jeden Markt bloß zwei Verkäufer zu schicken. Doch darauf hätten die Augustin -Verantwortlichen nicht reagiert.

Der Verein zur Förderung des Marktgewerbes, der für den Rathausplatz zuständig ist, rudert nach einem Gespräch mit Augustin zurück: "Es wird kein Verkäufer weggewiesen." Die Zeitungsmacher kritisieren, dass aber das Verbot für Verkäufer anderer Straßenzeitungen und für Betteln aufrecht bleibt.

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